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Die richtige Lagerung ist ein wesentlicher Aspekt der Ersten Hilfe. Sie dient dazu, den Verletzten vor weiteren Schäden zu schützen, nachdem der Helfer ihn aus der Gefahrenzone befreit hat.

Zusätzlich kann der Helfer lebensrettende Maßnahmen ergreifen. Wie er den Patienten lagert, hängt vom Zustand des Verletzten ab. So unterscheidet sich die Lagerung eines Asthmatikers mit schwerer Atmung von der eines Bewusstlosen.

 

Deshalb sollte der Ersthelfer mit dem Betroffenen reden und sich durch Überprüfen der Lebensfunktionen einen Überblick über dessen Situation verschaffen. Beim bewusstseinsklaren Patienten ist es nicht sinnvoll, ihm eine bestimmte Lage aufzuzwingen, denn letztlich kann er selbst am besten beurteilen, wie es am bequemsten ist.

 

Bei Bewusstlosigkeit: Die stabile Seitenlagerung

Die stabile Seitenlage ist die wichtigste Notfallmaßnahme bei bewusstlosen Patienten, die normal atmen. Da Bewusstlose über keine Schutzreflexe verfügen, besteht die Gefahr, dass sie erbrechen und das Erbrochene einatmen. Um dies zu verhindern, muss der Helfer sie unverzüglich in die stabile Seitenlagerung bringen - ohne Rücksicht auf andere Verletzungen.

 

Der Helfer kniet sich seitlich neben den Betroffenen und dreht ihn auf den Rücken mit zunächst gestreckten Beinen. Er entfernt, falls vorhanden, die Brille des Bewusstlosen und bewahrt sie sicher auf. Als Erstes legt der Helfer den nahen Arm des Bewusstlosen angewinkelt nach oben, wobei die Handinnenfläche nach oben zeigt. Dann greift er die ferne Hand des Betroffenen am Handgelenk und legt den Handrücken an dessen Wange, sodass der Arm vor der Brust kreuzt. Die Hand muss der Helfer weiter festhalten. Mit seiner freien eignen Hand greift er nun den fernen Oberschenkel und winkelt das Bein des Bewusstlosen an.

 

Anschließend dreht der Helfer den Betroffenen auf die Seite, indem er Hüfte und Schulter zu sich herüberzieht. Das nun oben liegende Bein bringt er in einen rechten Winkel zur Hüfte. Anschließend überstreckt der Helfende den Hals des Bewusstlosen. So bleiben die Atemwege frei. Dann öffnet er vorsichtig den Mund des Betroffenen.

 

Die an der Wange liegende Hand sollte der Helfer so ausrichten, dass der Mund der tiefste Punkt des Körpers ist und Erbrochenes abfließen kann. Gleichzeitig stabilisiert diese Lagerung die Überstreckung des Kopfes: Die Atemwege bleiben frei. Der Helfer muss in dieser Lage die Atmung weiter regelmäßig kontrollieren.

 

Bei Schock: Die Schocklage

Ein Kreislaufschock ist im weitesten Sinne ein Missverhältnis zwischen dem vom Herz geförderten Blutvolumen und dem Blutbedarf des Gewebes. Das kann verschiedene Ursachen haben - vom Blutverlust bis hin zu einer schweren allergischen Reaktion. Die Folge ist eine lebensbedrohliche Kreislaufschwäche.

 

Schockpatienten sind meist kaltschweißig, blass, ihr Puls ist schnell und kaum spürbar. Sie sind oft auffällig ängstlich und unruhig. Zudem fällt ihr Blutdruck rasch ab und sie können schließlich bewusstlos werden.

 

Wenn ein Helfer einen drohenden Schock vermutet, sollte er den Patienten in die sogenannte Schocklage bringen. Grundsätzlich geht es darum, die Beine höher zu lagern als den Kopf. Liegt der Patient auf einer festen Unterlage, sollte der Helfer diese im Winkel von etwa 15 bis 20 Grad schräg stellen. Alternativ kann man auch die Beine anheben und beispielsweise auf einen Stuhl legen.

 

Dadurch strömt mehr Blut aus den Beinen zum Herzen, was die Versorgung lebenswichtiger Organe verbessert. Ersthelfer können bei Bewusstlosen die Schocklagerung mit der stabilen Seitenlage kombinieren.

 

Bei Patienten mit einer schwereren Schädelverletzung ist dies allerdings nicht möglich. Auch bei Betroffenen mit Atemnot oder Brustschmerzen sollte der Ersthelfer die Kombination beider Lagerungen vermeiden. Dadurch können sich die Beschwerden verschlechtern.

 

Weitere Lagerungen

Patienten mit Atemnot oder Brustschmerzen lagert der Helfer am besten mit erhöhtem Oberkörper. Vor Ort kann er dazu Kissen oder anderes in den Rücken des Betroffenen schieben.

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 14.02.06; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 12.09.11

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe; www.docteam.de; www.drk.de

 
 
 

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