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telefonierender Mann

Expertentelefon

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Was tun, wenn Sie vermuten, falsch behandelt worden zu sein? TK-Versicherte können sich unter einer speziellen Telefonnummer von TK-Experten beraten lassen. Das Expertenteam für Medizinrechte berät Sie auch bei defekten Produkten.

Immer wieder kommt es durch Materialfehler zu Problemen bei medizinischen Produkten. Jüngstes Beispiel: Rund 5.500 Menschen in Deutschland mit einer künstlichen Hüfte drohen Gesundheitsgefahren durch eine schadhafte Prothese des US-amerikanischen Prothesenherstellers DePuy.

 

Durch den Materialfehler können zum Beispiel kleinste Metallpartikel in den Blutkreislauf gelangen und Infektionen, Allergien und Vergiftungen hervorrufen. Außerdem lockern sich die Prothesen teilweise im Laufe der Zeit. Der Hersteller hat deshalb eine Sicherheitswarnung veröffentlicht und das Produkt vom Markt genommen.

 

Bin ich betroffen?

Damit Sie erkennen können, ob Sie von diesem Rückruf betroffen sind, haben wir Ihnen einige nützliche Informationen zusammengestellt.

 

Woran kann ich erkennen, ob meine Prothese betroffen ist?

Anhand Ihres Endoprothesenpasses können Sie feststellen, ob Ihre Prothese von diesem Rückruf betroffen ist. Ein Muster des Prothesenpasses finden Sie in unserer Linkliste.

 

Welches Produkt von welcher Firma wurde bei mir implantiert?

Ein Hüftsystem kann sich aus bis zu vier Komponenten zusammensetzen. Nur das ASRXL-Acetabularsystem und das Hüft-Resurfacing-System ASR™ der Firma DePuy sind vom Rückruf betroffen.

 

Wann wurde meine Prothese implantiert?

Das Hüft-Resurfacing-System ASR™ wurde im Jahr 2003, dass ASRXL-Acetabularsystem im Jahr 2004 eingeführt. Im Jahr 2009 erfolgte der Rückruf. Bis 2010 wurden die Systeme teilweise noch implantiert. Nur Produkte, die innerhalb dieses Zeitraums implantiert wurden, sind als kritisch einzustufen.

 

Aus welchem Material ist der bei mir implantierte Hüftkopf?

Bei den zurückgerufenen Prothesen handelt es sich um sogenannte Metallgleitpaarungen, wobei zum Beispiel der Hüftkopf und Teile der Pfanne aus Metall sind. Hierdurch kommt es zum gefährlichen Abrieb. Besteht der bei Ihnen verwendete Hüftkopf aus Keramik, ist Ihre Endoprothese vom Rückruf nicht betroffen.

 

Welche Referenznummer haben die bei mir implantierten Hüftkomponenten?

Nur Produktkomponenten mit einer bestimmten Referenznummer sind vom Rückruf betroffen. Eine Übersicht finden Sie in unserer Linkliste.

 

Expertentelefon bei Behandlungsfehlern und Produktschäden

TK-Versicherten, die von Produktschäden betroffen sind, helfen unsere Experten für Medizinrechte. Diese klären zusammen mit den Versicherten, ob bei ihnen eine defekte Prothese verwendet wurde. Sie beraten über notwendige Untersuchungen und weisen auf wichtige Fragen im Arzt-Patienten-Gespräch hin - zum Beispiel zu Nutzen und Risiken eines Austausches der betreffenden Prothese. Die TK-Experten beraten die Versicherten auch darüber, ob sie vom Hersteller der schadhaften Produkte Schadenersatz verlangen können.

 

Unter Tel. 040 - 69 09 - 24 85 erreichen Sie unsere Experten zum Thema Behandlungsfehler und Medizinprodukte montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr. Bei Fragen zu anderen Themenbereichen wenden Sie bitte sich an das TK-Service-Team unter 0800 - 285 85 85.

 

Postadresse

Techniker Krankenkasse

Hauptverwaltung

Expertenteam Medizinrechte

22291 Hamburg

E-Mail: behandlungsfehler@tk.de

 

Leistungen von anderen Stellen

Wichtig zu wissen: Bei Leistungen, die von "Dritten" erbracht wurden, zum Beispiel einer Berufsgenossenschaft, darf die TK Sie nicht unterstützen. In diesem Fall hilft Ihnen die entsprechende Stelle weiter. Wurden Sie etwa wegen eines Arbeitsunfalls falsch behandelt, dann wenden Sie sich bitte an Ihre Berufsgenossenschaft.

erstellt am 01.09.08; zuletzt aktualisiert am 15.03.12

Quelle: TK

 
 
 

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