Die Dauer der Eröffnungsphase beträgt etwa sieben bis zwölf Stunden, die der Austreibungsphase etwa 20 bis 60 Minuten.
Zu einem Geburtsstillstand kann es in jeder Phase der Geburt kommen. Wenn eine Spontangeburt dann nicht mehr möglich ist, muss das Kind daher vaginal-operativ mit einer Zange oder Saugglocke oder per Kaiserschnitt entbunden werden.
Mögliche Ursachen für einen Geburtsstillstand sind:
- Wehenschwäche, die auch durch wehenfördernde Mittel wie Oxytocin nicht beseitigt werden kann, zum Beispiel durch allgemeine körperliche Erschöpfung bei Mehrlingsschwangerschaften
- Missverhältnis zwischen Kindsgröße und mütterlicher Beckengröße
- Einstellungs- und Lageanomalien
Einstellungs- und Lageanomalien
Bei Einstellungs- und Lageanomalien machen die Stellung des Kindes im mütterlichen Becken oder seine Lage in der Gebärmutter eine normale Geburt schwierig oder unmöglich. Zu den häufigsten Lageanomalien gehören die Beckenendlage und die Querlage. Sie treten bei etwa fünf Prozent aller Schwangerschaften auf und erfordern fast immer einen Kaiserschnitt.
Bei der Beckenendlage liegt das Kind nicht mit dem Kopf nach unten im Becken, sondern mit dem Steiß. Manchmal wird dann der Versuch unternommen, das Kind manuell von außen zu wenden. Bei der Querlage liegt das Kind quer in der Gebärmutter, eine Spontangeburt ist nicht möglich. Um Kind und Mutter nicht zu gefährden, muss die Geburt durch eine Schnittentbindung beendet werden.
Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 10.08.11
Quelle: TK-Ärztezentrum