Die Periduralanästhesie ist eine elegante und effektive Methode, die Schmerzen während der Geburt zu lindern.
Zur Anlage der PDA muss die Schwangere vornüber geneigt sitzen oder zusammengerollt auf der Seite liegen. Mit einer dünnen Nadel sticht der Arzt in einen Raum zwischen zwei Rückenmarkshäuten (Periduralraum) auf Höhe der Lendenwirbelsäule und legt einen feinen Plastikschlauch ein.
Dieser Eingriff ist in der Regel nicht sehr schmerzhaft. Anschließend kann ein Betäubungsmittel unmittelbar in die Nähe der Nerven eingebracht werden, die für die Schmerzen verantwortlich sind.
Das Rückenmark wird dabei nicht verletzt.
Der Wirkungseintritt erfolgt nach etwa 15 Minuten. Üblicherweise gibt man ein lokales (örtliches) Betäubungsmittel in geringer Konzentration in Kombination mit einem Schmerzmittel. Dadurch werden das Empfindungsvermögen von der Hüfte an abwärts und die Beweglichkeit nur sehr wenig beeinträchtigt.
Das Bewusstsein bleibt während einer PDA vollständig erhalten. Auch Kaiserschnittgeburten sind mit der PDA möglich. Hierzu muss lediglich ein etwas höher konzentriertes örtliches Betäubungsmittel nachgespritzt werden.
Die PDA wird in der Regel bei geplanten Kaiserschnitten eingesetzt. Ein Notfall-Kaiserschnitt wird jedoch meist in Vollnarkose durchgeführt.
Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 10.08.11
Quelle: TK-Ärztezentrum