Die O2-Sonde wurde entwickelt, um in Phasen zweifelhafter CTG-Aufzeichnungen mehr Erkenntnisse über den Zustand des Kindes zu gewinnen.
Die Sonde kann bei gesprungener Fruchtblase
an der Wange oder der Schläfe des Kindes platziert werden. Sie misst den Sauerstoffgehalt des kindlichen Blutes. Das System ist jedoch sehr störanfällig und hat sich bislang noch nicht ausreichend bewährt.
Fetalblutanalyse
Falls das CTG Hinweise auf eine Gefährdung des Kindes zeigt, wird eventuell eine Fetalblutanalyse durchgeführt. Dabei wird dem Kind durch den Muttermund hindurch an der Kopfhaut Blut entnommen und dessen Sauerstoffgehalt und Säuregehalt analysiert.
Diese Untersuchung korreliert gut mit dem tatsächlichen Wohlbefinden des Kindes. Häufig zeigt die kindliche Blutuntersuchung normale Werte, obwohl das CTG Hinweise für einen Sauerstoffmangel aufwies. Durch die Fetalblutanalyse lässt sich häufig eine operative Beendigung der Schwangerschaft verhindern.
Überwachung während der Nachgeburtsphase
Während der Nachgeburt, der Geburt der Plazenta
, muss die Frau besonders sorgfältig überwacht werden. Der Blutverlust sollte nicht mehr als 500 Milliliter betragen. Bei genauer Überwachung durch die Hebamme kann eine Uterusatonie rechtzeitig erkannt und mit wehenstimulierenden Medikamenten behandelt werden.
Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 10.08.11
Quelle: TK-Ärztezentrum