Es spricht eine Menge dafür, eine Beleghebamme zu buchen. Gerade Erstgeburten dauern im Schnitt an die zwölf Stunden, sodass man das wechselnde Personal des Schichtbetriebs eines Krankenhauses kennenlernt.
Eine Beleghebamme dagegen bleibt die gesamte Zeit bei der Schwangeren. Die Situation muss somit nicht jedes Mal neu geschildert werden, wie man sich fühlt, welche Ängste man hat. Die Beleghebamme kennt die Frau bereits aus der vorgeburtlichen Zeit, weiß wie die werdende Mutter mit der Schwangerschaft umgeht, welche Bedenken sie hat und was sie auf keinen Fall möchte. In der Regel besteht zwischen Beleghebamme und werdender Mutter ein enges Vertrauensverhältnis.
Möglichst früh Abweichungen erkennen
Die Hebamme kann in Absprache mit dem betreuenden Gynäkologen einen Teil der Schwangerenvorsorge übernehmen. Sie kann möglichst früh Abweichungen vom normalen Schwangerschaftsverlauf, zum Beispiel Lageanomalien, Mehrlingsschwangerschaften oder drohende Frühgeburten, erkennen.
Die Hebamme übernimmt Untersuchungen, zum Beispiel Kindslage, Blutdruck, Größe, Gewicht, und Beratungen wie beispielsweise Ernährungshinweise. Eventuell untersucht sie den Muttermund, um festzustellen ob er noch fest geschlossen ist, oder sich schon auf die Geburt eingestellt hat. Die Herztöne des Babys misst sie mit einem dafür vorgesehenen Gerät, dem CTG (Kardiotokograph), per Ultraschall
. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Hebamme über ein tragbares CTG verfügt: Dann besucht Sie die Schwangere ganz einfach zu Hause.
Autor: Marcus Anhäuser, erstellt am 24.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 23.08.11
Quelle: BDH/BfHD