Geburtsvorbereitungskurse finden in der Regel einmal pro Woche statt. Neben gezielter medizinischer Information über den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt werden Informationen über Geburtsmethoden und Hilfsmittel vermittelt.
Die meisten Kurse schließen auch Informationen zum Stillen und zur Babypflege der ersten Wochen nach der Geburt mit ein.
Es gibt die verschiedensten Ansätze zur Geburtsvorbereitung. Sie orientieren sich an Methoden, die bekannte Geburtshelfer entwickelt haben, zum Beispiel
- Atemtechniken für die einzelnen Geburtsphasen (nach Lamaze, französischer Geburtshelfer)
- Kombinierte Atem- und Haltungsübungen (nach Zilgrei, entwickelt von Adriana Zillo und Doktor Hans Greising)
- Das gemeinsame Geburtserlebnis mit dem Partner (nach Sheila Kitzinger)
- Erfahrungsaustausch, Atmen und Singen (nach Leboyer/Odent)
Die meisten Geburtsvorbereitungskurse greifen Ideen von verschiedenen Richtungen auf. Erkundigen Sie sich vorher, welche Richtung bevorzugt wird und entscheiden Sie dann, was Ihnen persönlich am meisten liegt.
Die wichtigsten Elemente sind in den meisten Kursen Atem- und Entspannungsübungen. Sie lernen, während der Wehenarbeit weiter durchzuatmen und nicht schmerzbedingt den Atem anzuhalten. Mit der richtigen Atmung unterstützen Sie den Geburtsvorgang, versorgen sich und Ihr Baby mit genügend Sauerstoff und können die Schmerzen besser kontrollieren.
Wenn Sie sich selbst unter extremer Belastung entspannen können, sind Sie in der Lage, während der Wehenpausen neue Kräfte zu sammeln. Entspannungsübungen können Sie auch bereits während der Schwangerschaft einsetzen, zum Beispiel gegen Schlaflosigkeit.
Manche Geburtsvorbereitungskurse bieten gezielte Schwangerschaftsgymnastik an. Sie können so den Rücken kräftigen, den Beckenboden dehnen oder auch das Pressen üben.
Ein zentraler Bestandteil jedes Kurses sollte das Gespräch und der Erfahrungsaustausch sein, um Ängste abzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken.
Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 09.08.11
Quelle: Datapharm