Puppen retten Kinderleben

Säuglinge sind wesentlich empfindlicher als Erwachsene. Das heißt zum Beispiel: Bei einer Wiederbelebung steht weniger Zeit zur Verfügung.

Auch ist die Verletzungsgefahr bei Wiederbelebungsmaßnahmen ungleich größer als bei Erwachsenen, etwa durch Druck auf den Kopf des Kindes bei der Mund-zu-Mund-Beatmung. 

 

Eltern und Helfer müssen also gut ausgebildet sein, um in Notfällen - zum Beispiel bei Unfällen, schweren Erkrankungen oder beim plötzlichen Kindstod - die richtigen Sofortmaßnahmen ergreifen zu können. Eine wesentliche Hilfe bei der Ausbildung der Eltern sind die sogenannten "Reanimationspuppen". 

 

Die Techniker Krankenkasse (TK) und die Selbsthilfeorganisation "Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod“ Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz/Saarland (GEPS) haben es sich zur Aufgabe gemacht, alle Geburts- und Kinderstationen in saarländischen Krankenhäusern mit solchen Puppen auszustatten.

 

Die GEPS und die TK statten saarländische Krankenhäuser schon seit einigen Jahren mit speziellen Schlafsäcken gegen den plötzlichen Kindstod oder das Sudden Infant Death Syndrom (SIDS) aus. Die Reanimationspuppen sind ein weiterer Baustein im Kampf gegen SIDS.