Gesunde Ernährung kann den Alterungsprozess zwar nicht verhindern, aber verlangsamen. Richtiges Essen hält gesund, leistungsfähig und trägt zur Lebensqualität im Alter bei.
Wer sich sein Leben lang gesund und ausgewogen ernährt hat, braucht seinen Speiseplan im Alter nicht komplett umzustellen. Die Ernährung sollte allerdings an die veränderte Lebenssituation angepasst werden. So braucht ein 75-Jähriger nur noch 65 Prozent des Kalorienbedarfs eines 33-Jährigen. Für ältere Menschen ist es daher besonders wichtig, auf ein normales Körpergewicht zu achten, denn so entlasten sie ihren Stoffwechsel und schonen die Gelenke.
Altersbedingte Ernährungsprobleme
Veränderungen im älter werdenden Organismus können Probleme mit der Ernährung verursachen. So lässt häufig die Funktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse nach, was zu schlechterer Regulierung des Blutzuckers und im schlimmsten Fall zur Zuckerkrankheit führen kann. Wenn Leber und Niere nicht mehr reibungslos funktionieren, lässt auch die Verdauungstätigkeit nach. Magen und Darm können Nährstoffe oft nicht mehr so gut aufnehmen, Schluckstörungen und schlecht sitzende dritte Zähne behindern mitunter die Nahrungsaufnahme. Mangelernährung und Untergewicht können die Folge sein - dies ist besonders bei hochbetagten Senioren ein häufiges Problem.
Da der Körper im Alter wesentlich weniger Energie benötigt, entsteht als Folge von zu kalorien- und fettreicher Kost andererseits auch leicht ein Übergewicht. Ernährungsprobleme - ob sie sich nun in Übergewicht, schlechtem Appetit oder Verdauungsstörungen äußern - hängen häufig unmittelbar mit mangelnder Bewegung zusammen. Deshalb sollten sich auch ältere Menschen entsprechend ihren Möglichkeiten ausreichend bewegen. Leichte sportliche Betätigung macht Appetit, hilft überflüssiges Fett zu verbrennen und hält den Stoffwechsel auf Trab.
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Autor: Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes, erstellt am 29.01.09
Quelle: TK

