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Die Gentechnik ist eine Methode, bei der bestimmte Gene, also Träger von Erbmerkmalen, von einem Lebewesen auf ein anderes übertragen werden. Das betrifft insbesondere Lebewesen, die mit herkömmlichen Züchtungsmethoden nicht kreuzbar sind. Zum Beispiel werden die Gene von Bakterien in Kulturplanzen eingefügt. Die Ziele von Gentechnikern und den klassischen Pflanzenzüchtern sind sehr ähnlich.

Bessere Pflanzen durch Gentechnik?

Die Gentechnik verfolgt mehrere Ziele bei den Pflanzen. Sie will beispielsweise

 

  • die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe verändern, zum Beispiel Allergene entfernen,
  • die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Viren oder Pflanzenschutzmittel verbessern,
  • die Abwehr gegen Krankheiten und Schädlinge stärken,
  • die Nährstoffversorgung verbessern und so den Verbrauch an Düngemitteln verringern.

 

Kritik an der Gentechnik

Bei einem weit verbreiteten Einsatz gentechnisch veränderter Nutzpflanzen befürchten viele Menschen negative Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht. Gegner der Gentechnik befürchten vor allem eine Verbreitung von gentechnisch veränderten Organismen und die Übertragung von veränderten Genen auf andere Organismen. Befürworter der Gentechnik argumentieren dagegen, dass tausende von Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen keine negativen Folgen hatten.

 

Inwieweit die Gentechnik ein Durchbruch in der Pflanzenwelt sein wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Bisher sind allerdings mehr als 75 Prozent der Deutschen gegen den Einsatz der Gentechnik bei der Herstellung von Lebensmitteln.

Autor: Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes, erstellt am 11.11.08

Quelle: TK

 
 
 

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