Immer wieder verunsichern Meldungen über Obst, Gemüse und Salate mit erhöhten Pestizid-Werten aus Pflanzenschutzmitteln die Verbraucher. Auch wenn dank besserer Kontrollen und Schutzbestimmungen pflanzliche Lebensmittel heute seltener als früher belastet sind, stehen Verbraucher jedes Mal wieder vor der Frage: "Was tun?"
Pflanzenschutzmittel haben die Aufgabe, Kulturpflanzen wie Getreide, Obst und Gemüse gegen schädliche Einflüsse zu schützen. Herbizide helfen gegen Unkräuter, Insektizide und Akarizide gegen Insekten und Milben, Fungizide gegen Schimmelpilze.
So gelangen Pflanzenschutzmittel in die Pflanze
Pflanzenschutzmittel dringen über die Blätter und Wurzeln in die Pflanze ein. Die Aufnahme in die Pflanze ist notwendig, weil manche Wirkstoffe von innen heraus die Schädlinge oder Krankheitserreger bekämpfen. Im Ökolandbau wird weitgehend auf solche Mittel verzichtet, teilweise werden Schädlinge durch natürliche Feinde bekämpft.
Nicht alle Pflanzenschutzmittel hinterlassen Rückstände. Manche werden so schnell durch Bakterien oder die UV-Strahlung der Sonne abgebaut, dass sie in den Lebensmitteln nicht auftauchen können. Das Pflanzenwachstum bewirkt zusätzlich, dass der Stoff verdünnt wird. Außerdem wäscht der Regen die Mittel ab. Trotzdem ist es nicht immer vermeidbar, dass Rückstände bleiben.
In der Pflanze lagern sich die Wirkstoffe in den verschiedenen Organen unterschiedlich stark ab. Je nachdem, welchen Teil einer Pflanze wir nutzen, ist die Nahrung mehr oder weniger stark mit Rückständen belastet. So enthalten Samen, zum Beispiel Getreidekörner, oft keine Rückstände.
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Autor: Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes, erstellt am 11.11.08
Quelle: TK

