Besonders gute Qualität hat in der Regel ihren Preis. Das gilt auch für Biolebensmittel. Dass Verbraucher für ökologisch hergestellte Lebensmittel teilweise mehr als das Doppelte als für herkömmliche Produkte zahlen müssen, hat mehrere Gründe.
Der Anbau ist aufwendiger
Biobauern schonen die Umwelt, indem sie auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichten. So lässt sich keine Massenware produzieren, die Ernten fallen weniger üppig aus. Auch die Anbaumethoden sind arbeitsaufwändiger, was sich auf den Preis niederschlägt.
Besondere Rezepte, hochwertige Zusatzstoffe
Vorgaben zu erlaubten Verarbeitungsmethoden biologisch erzeugter Nahrungsmittel sowie das Verbot vieler Zusatz- und Hilfsstoffe machen die Entwicklung besonderer Rezepturen und den Einsatz hochwertiger Zutaten notwendig.
Kleinere Fachgeschäfte statt großer Discounter
Ein wichtiges Standbein für den Handel mit Lebensmitteln in Bioqualität sind immer noch kleine Fachgeschäfte, die nach anderen Kriterien kalkulieren als Discounter. Mittlerweile führen aber auch viele Einzelhandelsketten Bio-Produkte in ihrem Sortiment. Vielfalt und Service im Naturkostladen stehen großen Abnahmemengen und einer guten Logistikstruktur im Supermarkt gegenüber.
Bei einem ehrlichen Preisvergleich müssten auch die Kosten einbezogen werden, die bei vermeintlich preisgünstigeren Lebensmitteln nicht auf dem Kassenzettel stehen: etwa ökologische Folgekosten, für die letzten Endes die Allgemeinheit aufkommen muss. So fragt sich wohl kaum ein Verbraucher, der sich über billige Lebensmittel aus Discountern freut, wer zum Beispiel den hohen Energieaufwand bei der Herstellung, Verarbeitung und dem Transport von konventionellen Lebensmitteln zahlt.
Autor: Sabine Keller, erstellt am 18.04.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes
Quelle: aid, DGE, www.bio-siegel.de, www.oekolandbau.de, www.was-wir-essen.de