Arzneimittel
Der kleine Unterschied
Frauen bekommen Medikamente zur Behandlung des Nervensystems und Hormonpräparate deutlich häufiger verschrieben als Männer.
Hormonersatztherapie kommt nur noch selten zum Einsatz
Nicht einmal jede zehnte Frau bekam 2010 Medikamente gegen Wechseljahresbeschwerden verschrieben. Vor zehn Jahren war es noch mehr als jede Dritte.
Migräne ist Frauensache
Frauen leiden deutlich häufiger an Migräne als Männer. Laut dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) bekamen sie 2010 in fast allen Altersgruppen mindestens viermal häufiger Triptane verordnet als Männer. Die meisten Migränemedikamente bekommen Frauen zwischen 40 und 54 Jahren verschrieben.
Hormone als Diätmittel?
Besonders junge Frauen bekommen häufig Schilddrüsenmedikamente verordnet. Dafür gibt es medizinische Gründe. Aber Experten befürchten auch vereinzelt Missbrauch als Diätmittel - und warnen davor.
Arbeitslose bekommen die meisten Medikamente
Durchschnittlich erhielten Arbeitslose 2010 vom Arzt 245 Tagesdosen Arzneimittel verordnet. Im Vorjahr waren es 228 Tagesdosen. Berufstätige in Medien- und geisteswissenschaftlichen Berufen bekamen deutlich weniger Medikamente - durchschnittlich 154 Tagesdosen (Vorjahr: 152 Tagesdosen). Eine Tagesdosis entspricht der empfohlenen Tageseinnahme eines Präparats.
Studieren geht an die Nerven
Ein Fünftel aller Medikamente für Studierende sind zur Behandlung des Nervensystems.
Arzneimittelvolumen steigt
Laut TK-Gesundheitsreport werden immer mehr Medikamente gegen Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Psychische Störungen verschrieben.
Zu viele starke Medikamente bei Erkältungen?
Trotz einer kurzen Krankschreibungsdauer von ein bis drei Tagen erhielten 30,1 Prozent der erkälteten Patienten ein Antibiotikum.
Arbeitslose Frauen erhalten die meisten Antidepressiva
Insbesondere seit 2005 ist das Verordnungsvolumen von Antidepressiva deutlich gestiegen. Seitdem erhalten Arbeitslose zwei bis dreimal so viele Medikamente zur Behandlung von Depressionen wie Berufstätige.
Jeden 2. Tag ...
… nehmen Männer statistisch gesehen ein Medikament in der empfohlenen Dosierung ein. Das sind 35 Rationen bzw. 25 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Mehr als jedes zweite verordnete Arzneimittel ist ein Herz-Kreislauf-Präparat.
Medikamente: Männer wird mehr verschrieben als Frauen
Im Jahr 2001 erhielten Frauen noch deutlich mehr Medikamente als Männer. Mittlerweile haben die Männer die Frauen überholt. Die Männer bekamen 2010 im Durchschnitt 184 Tagesdosen Arzneimittel verordnet, die Frauen 180 Tagesdosen.
Arzneiverordnung: Regionale Unterschiede
In Sachsen-Anhalt werden die meisten Arzneimittel verschrieben, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland. In Bremen, Bayern und Baden-Württemberg werden die wenigsten Medikamente verordnet.
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erstellt am 30.06.11