Zuerst Muttermilch, dann Beikost mit Breien und später das normale Familienessen - das sind die groben Schritte eines wissenschaftlich fundierten Ernährungsplans für das erste Lebensjahr.
Der Plan, der vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) entwickelt wurde, ist praktisch bewährt und wissenschaftlich anerkannt
Im Ernährungsplan für das erste Lebensjahr werden drei ernährungs- und entwicklungsphysiologisch begründete Altersabschnitte unterschieden:
Monate 1 bis 6
Im ersten halben Jahr braucht der Säugling nichts außer der Muttermilch, die optimal auf die Bedürfnisse des Babys eingestellt ist. Der Säugling erhält mit der Muttermilch oder, falls nicht anders möglich, mit einer industriell hergestellten Säuglingsmilchnahrung alles, was er für Wachstum und Entwicklung braucht. Zusätzliche Lebensmittel sind in dieser Zeit nicht notwendig.
Besonders allergiegefährdete Kinder sollten das erste halbe Lebensjahr voll gestillt werden. Ausführliche Informationen zum Stillen finden Sie in unserer Rubrik "Eltern werden".
Monate 5 bis 7
Dies ist die Zeit der ersten Breie, der so genannten Beikost. Die Muttermilch allein reicht für den steigenden Bedarf an Energie und Nährstoffen nicht mehr aus. Der Saugreflex lässt nach und das Baby lernt, vom Löffel zu essen.
Ab dem 10. Monat
Etwa ab dem zehnten Lebensmonat können Säuglinge an das Familienessen gewöhnt werden. Auch wenn erst wenige Zähne da sind, können sie feste Lebensmittel mit dem Kiefer zerdrücken. Das Essen muss also nicht mehr fein püriert werden.
Autor: Diplom-Ökotrophologin Alexandra Krotz, erstellt am 24.04.03; zuletzt aktualisiert von Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes am 03.02.09
Quelle: Deutsches Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE)