Zwei benachbarte Wirbelkörper sind durch eine Bandscheibe (Zwischenwirbelscheibe) fest miteinander verbunden. Die Bandscheiben sorgen für die Beweglichkeit der Wirbelsäule und wirken wie Puffer zwischen den Wirbeln.
Bandscheibe Eine Bandscheibe besteht aus einem elastischen Ring aus festem, faserigem Bindegewebe (Faserring) und einem weichen Kern aus gelartiger Flüssigkeit (Gallertkern). Ihre äußere knorpelähnliche Hülle ist mit der Knochenhaut der Wirbelkörper verwachsen.
Ähnlich wie ein gut gefülltes Wasserkissen dämpft der Gallertkern Stoß- und Druckbelastungen ab und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Belastungen. Der feste Faserring, der den Gallertkern umschließt und schützt, kann starken Zug- und Druckkräften standhalten.
Die Bandscheiben dienen nicht nur als Stoßdämpfer der Wirbelsäule, sondern ermöglichen auch ihre Bewegungen: Beim Vornüberbeugen zum Beispiel werden die Vorderseiten der Wirbelkörper aneinandergedrückt - dabei verlagern sich die Gallertkerne nach hinten. In neutraler Position liegen die Gallertkerne in der Mitte der Bandscheiben.
erstellt am 01.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 16.05.11
Quelle: Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.