Die Körperhaltung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.
Unter anderen von:
- der Form und Statik der knöchernen Wirbelsäule
- der Psyche
- der Gelenkbeweglichkeit
- der Kraft und Dehnbarkeit der Muskulatur (muskuläre Balance)
- der Körperwahrnehmung und Haltungsgewohnheiten
Alles im Lot?
Aus biomechanischer Sicht lässt sich zwischen einer günstigen oder rückengerechten und einer ungünstigen oder rückenbelastenden Körperhaltung unterscheiden.
Die für den Rücken optimale Grundposition ist auch die statisch stabilste: dabei befindet sich der Körperschwerpunkt entlang der Lotlinie im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule.
Je weiter ein Körperteil von der Lotlinie abweicht, umso mehr werden Knochen, Bandscheiben, Bänder, Sehnen und Muskulatur im Kräftefeld der Erde belastet.
Doch der Körper ist nicht für statische Haltungen, sondern für Bewegung gebaut - deshalb kann jede Position, die über längere Zeit eingenommen wird, zur Belastung werden, auch die theoretisch optimale Grundposition.
So gilt für längeres Stehen wie Sitzen: Um einseitige Belastungen und Muskelverspannungen zu vermeiden, ist es wichtig, immer wieder die Körperhaltung zu wechseln.
Problemzonen des Halteapparates
Als Problemzonen des Halteapparats gelten besonders die Bereiche, in denen ein sehr beweglicher Wirbelsäulenabschnitt auf einen deutlich weniger beweglichen Abschnitt trifft. Hier kommt es aufgrund der hohen mechanischen Belastung und infolge von Fehlhaltungen relativ häufig zu Abnutzungserscheinungen.
Solche Bereiche sind im Einzelnen
- der Übergang zwischen Kreuzbein und Lendenwirbelsäule,
- der Übergang zwischen Lendenwirbelsäule und Brustwirbelsäule,
- der Übergang zwischen Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule,
die Gelenke der zwei obersten Halswirbel, die den Kopf tragen
Fehlhaltung im Sitzen
Fehlhaltung bei der Bildschirmarbeit
erstellt am 01.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 04.07.11
Quelle: Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.