Bei der Entstehung von Rückenschmerzen spielt die Psyche eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Störungen des seelischen Wohlbefindens, ausgelöst zum Beispiel durch Probleme in Beruf, Familie oder Partnerschaft, beeinflussen das vegetative Nervensystem und können auf diesem Weg zu körperlichen Störungen führen.
Welche dies sind, ist individuell sehr verschieden: Manche Menschen reagieren auf Stress und psychische Überlastung mit Kopf- oder Magenschmerzen, andere mit Nacken- und Rückenschmerzen.
Erhöhter Muskeltonus führt zu Verspannungen
Eine vegetative Reaktion auf starke psychische Anspannung ist zum Beispiel die Erhöhung der Muskelspannung. Eine schmerzhafte Verspannung der Nacken- oder Rückenmuskeln ist eine häufige Folge. Verspannungen und Schmerzen behindern die Beweglichkeit, was zu einem Teufelskreis aus Schmerz - Schonhaltung - Schmerzverstärkung führen kann, ohne dass sich eine eindeutige körperliche Ursache für die Beschwerden finden lässt.
Dauerhaft verspannte Muskeln können jedoch mit der Zeit körperliche Veränderungen bewirken, zu vorzeitiger Abnutzung der Knochen und Gelenke führen. Ständige Schmerzen können die Nerven empfindlicher werden lassen.
erstellt am 02.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 04.07.11
Quelle: Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.