StartseiteGesundheit fördernSport & BewegungGesunder RückenSchmerzen im unteren Rücken: Ursachen, Diagnose und Behandlung
Schmerzen im unteren Rücken: Ursachen, Diagnose und Behandlung
Schmerzen im unteren Rücken, manchmal nur rechts oder nur links oder ein steifer unterer Rücken: Das sind weit verbreitete Symptome und mit die häufigsten Gründen für einen Besuch in der hausärztlichen Praxis. Durch die richtigen Maßnahmen können Betroffene meist selbst zur Verbesserung beitragen.
–
Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Schmerzen im unteren Rücken auf einen BlickEinordnung: extrem verbreitet, aber i. d. R. harmlos und gut behandelbarUrsachen: ungünstige Belastungen wie langes Sitzen, Fehlhaltungen, Bewegungsmangel oder Stress - seltener Erkrankungen der WirbelsäuleBehandlung: je nach Ursache u. a. Schmerzmittel, Wärme-/Kälteanwendungen und Physiotherapie - Operation nur in AusnahmefällenWas Sie selbst tun können: kurzfristig Entlastung, danach Bewegung, Stärkung der Rumpfmuskulatur, Stressmanagement und Verringerung von RisikofaktorenWann sofort ärztlichen Rat einholen? Bei Lähmungen, Taubheit im Schritt oder Problemen mit Blase und Darm
Was sind Schmerzen im unteren Rücken?Als Kreuzschmerzen werden Schmerzen im unteren Rücken zwischen dem Brustkorb und dem Gesäß bezeichnet. Sie können sich dumpf, ziehend oder stechend anfühlen und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Schießen starke Schmerzen im unteren Rücken ganz plötzlich ein, etwa bei einer ungewohnten Bewegung oder beim Heben eines schweren Gegenstands, handelt es sich meist um eine akute Lumbalgie - umgangssprachlich "Hexenschuss" genannt. Möglich ist außerdem, dass Rückenschmerzen nur einseitig auftreten, also unten links oder unten rechts.In der Medizin werden Schmerzen unter anderem nach ihrer Dauer eingeteilt:Akute Rückenschmerzen: weniger als 6 WochenSubakute Rückenschmerzen: 6 bis 12 WochenChronische Rückenschmerzen: länger als 12 Wochen
Wenn der Rücken den Alltag bestimmtFür viele Betroffene haben Kreuzschmerzen spürbare Auswirkungen auf die Lebensqualität: Der untere Rücken fühlt sich steif an, schmerzt bei Bewegung und kann den Schlaf und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Durch gezielte Schritte können Sie die Situation jedoch oft verbessern.
Ursachen: Woher kommen Schmerzen im unteren Rücken?Unspezifische RückenschmerzenIn etwa neun von zehn Fällen haben Schmerzen im unteren Rücken keine erkennbare funktionelle oder strukturelle Ursache - Fachleute sprechen dann von unspezifischem Kreuzschmerz. Meist stecken ungünstige Lebensgewohnheiten hinter den Beschwerden, zum Beispiel:FehlhaltungenHäufiges und langes SitzenBewegungsmangelMuskuläre VerspannungenEine schwach ausgeprägte Rücken-/RumpfmuskulaturStarke berufliche Belastung, z. B. schweres Heben und TragenChronischer Stress Spezifische RückenschmerzenDeutlich seltener liegt den Beschwerden eine klar benennbare körperliche Ursache zugrunde. Mögliche Auslöser sind etwa:Ein Bandscheibenvorfall Eine Reizung des Ischias-Nervs ( Ischialgie )Eine Verengung des Rückenmarkkanals ( Spinalkanalstenose )Ein Wirbelbruch Ein Gleitwirbel ( Spondylolisthesis )Eine Arthrose der Wirbelgelenke ( Spondylarthrose )Eine Entzündung der Wirbelsäule ( Spondylodiszitis )Veränderungen an Knochen und Knorpel ( Osteochondrose )Ein Hämangiom an der Wirbelsäule Eine Wirbelsäulenverkrümmung ( Skoliose )Gut zu wissen: Rückenschmerzen gehen nicht immer von der Wirbelsäule selbst aus. Manchmal stecken auch Erkrankungen der inneren Organe hinter den Beschwerden - beispielsweise Tumore, Nierensteine , Gallensteine, Endometriose , Veränderungen der Blutgefäße oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse .Was hilft bei Schmerzen im unteren Rücken?Unspezifische Rückenschmerzen klingen meist innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie den Verlauf oft positiv beeinflussen.Wirbelsäule entlastenBei akuten Schmerzen im unteren Rücken tut es vielen Menschen gut, sich zunächst flach hinzulegen und so die Wirbelsäule zu entlasten. Besonders angenehm kann die Stufenlagerung sein: Legen Sie dazu die Oberschenkel etwas erhöht, zum Beispiel auf ein Sofa oder einen niedrigen Hocker. Achten Sie darauf, dass in der Hüfte und den Knien ein rechter Winkel entsteht.In Bewegung bleibenDie Grundregel bei Rückenschmerzen lautet: Sanfte Bewegung hilft oft mehr als Schonung. Zwar sind Ruhephasen zur Erholung wichtig, auf längere Bettruhe sollten Sie Fachleuten zufolge aber besser verzichten. Passen Sie Art und Intensität der Bewegung dabei an Ihre individuellen Möglichkeiten an: Schon regelmäßige kurze Spaziergänge können helfen.
Digitaler Begleiter für mehr BewegungDie TK unterstützt Sie dabei, Sport und Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren: Mit der TK-Fit-App sammeln Sie Bonuspunkte für gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Laufen oder Radfahren.
RückentrainingEntdecken Sie effektive, einfache Übungen für Ihr Rückentraining zuhause ohne weitere Geräte.
Körper und Geist entspannen Anhaltender Stress und innere Anspannung begünstigen Rückenschmerzen. Probieren Sie aus, welche Methoden Ihnen beim Entspannen helfen: Viele Menschen empfinden etwa Wärme als wohltuend und schmerzlindernd, zum Beispiel durch Wärmepflaster, eine Wärmflasche oder ein warmes Bad. Andere greifen lieber auf Entspannungsmethoden wie Meditation oder progressive Muskelentspannung zurück. Langfristig vorbeugenWenn die Schmerzen im unteren Rücken anhalten oder immer wiederkehren, lohnt es sich, etwas dagegen zu tun. Ihre Rückengesundheit können Sie unter anderem durch folgende Schritte verbessern:Muskulatur stärken: Starke Muskeln im Rumpf sind wichtig, um die Wirbelsäule zu stabilisieren und zu entlasten. Dabei können sowohl gezieltes Krafttraining als auch sanfte Bewegungsformen wie Yoga oder Pilates helfen.Risikofaktoren minimieren: Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht können Durchblutung, Regenerationsfähigkeit und Belastbarkeit der Wirbelsäule negativ beeinflussen. Ein gesunder Lebensstil hilft, Schmerzen vorzubeugen.Arbeitsplatz optimieren: Schweres Heben, einseitige Bewegungen oder langes Sitzen erhöhen das Risiko für Rückenbeschwerden. In vielen Fällen lassen sich die Arbeiten verbessern: Gestalten Sie den Arbeitsplatz möglichst ergonomisch , nutzen Sie entsprechende Hilfsmittel und bauen Sie regelmäßige Bewegungspausen ein.sbedingungWann sollten Sie zum Arzt oder zur Ärztin gehen?Schmerzen im unteren Rücken sind in den meisten Fällen ungefährlich. In der Regel reicht es deshalb, erstmal abzuwarten, ob sich die Beschwerden mit der Zeit von selbst bessern. Es gibt jedoch einige Warnhinweise ("Rote Flaggen"), bei denen eine ärztliche Abklärung notwendig ist, um ernstere Ursachen auszuschließen:über mehr als vier bis sechs Wochen anhaltende oder weiter zunehmende SchmerzenSchmerzen, die sich in Ruhe verstärkenneurologische Ausfälle, z. B. Lähmungen, Taubheit im Schritt oder Störungen von Darm- oder Blasenfunktionbestimmte Vorerkrankungen, z. B. Tumore, Osteoporose , Skoliose oder Wirbelgleitenwenn Sie kürzlich einen Unfall hatten oder sich verletzt habenallgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Gewichtsverlust und NachtschweißÄrztliche Untersuchung am unteren RückenDie richtige Anlaufstelle bei Schmerzen im unteren Rücken ist normalerweise die hausärztliche oder eine orthopädische Praxis. Zur Diagnostik gehört neben einer gründlichen Anamnese auch eine körperliche Untersuchung: Der Arzt oder die Ärztin begutachtet etwa Ihre Haltung, tastet die Wirbelsäule ab und prüft die Beweglichkeit. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) sind meist nur bei Verdacht auf eine spezifische Ursache nötig.Je nach Ergebnis der Erstuntersuchung kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie zur weiteren Abklärung an andere Fachabteilungen überweisen - zum Beispiel die Neurologie, die Rheumatologie oder die Onkologie.Therapie bei Schmerzen im unteren RückenWenn Sie Schmerzen im unteren Rücken haben, richtet sich die Therapie nach Art und Ursache Ihrer Beschwerden sowie nach Ihrer individuellen Lebenssituation. Zum Behandlungsspektrum zählen unter anderem:Klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac Physiotherapie Wärme-/Kälteanwendungen Massagen Psychotherapie Operative Eingriffe
DocRobin: Online Zweitmeinung vor einer Rücken OPEine Operation ist bei Schmerzen im unteren Rücken nur selten notwendig. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Rücken-OP unterstützt Sie DocRobin , das digitale Zweitmeinungsangebot der TK. Nachdem Sie Ihre medizinischen Befunde hochgeladen und einige Fragen beantwortet haben, begutachten Fachärzte oder Fachärztinnen Ihre Unterlagen und erstellen ein Zweitmeinungsgutachten. Auf diese Weise erhalten Sie eine unabhängige fachliche Einschätzung, ob die Operation notwendig ist oder schonende Alternativen infrage kommen.
Ein Newsletter. Viele Vorteile.
Einfach umsetzbare Gesundheitstipps. Profitieren Sie von wertvollen Tipps für mehr Lebensqualität, attraktiven Gewinnspielen, leckeren Rezeptideen und wichtigen Empfehlungen für Ihre Gesundheit. Jetzt den Newsletter anfordern und Vorteile sichern!
Global Burden of Disease Study: Global, regional, and national burden of low back pain, 1990 2020, its attributable risk factors, and projections to 2050: a systematic analysis of the Global Burden of Disease Study 2021. Lancet Rheumatol 2023/5 (6), e316-329.Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - Gesundheitsinformation.de: Rücken- und Kreuzschmerz, 20.08.2025. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/ruecken-und-kreuzschmerzen.html (abgerufen am: 02.02.2026).Margetis, K. et al.: Back Pain, 01.12.2025. StatPearls. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK538173/ (abgerufen am: 02.02.2026).Programm für Nationale Versorgungsleitlinien: S3-Leitlinie Kreuzschmerz. 2. Auflage, Stand: 31.12.2016. URL: https://register.awmf.org/assets/guidelines/nvl-007l_S3_Kreuzschmerz_2017-03-abgelaufen.pdf (abgerufen am: 02.02.2026). abgelaufen - in Überarbeitung.Steffens, D. et al.: Prevention of Low Back Pain - A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Int Med 2016/176 (2), S. 199-208.World Health Organization (WHO): Who guideline for non-surgical management of chronic low back pain in adults in primary and community care settings, 2023. URL: https://www.who.int/publications/i/item/9789240081789 (abgerufen am: 02.02.2026).
Wir nutzen Cookies
Privatsphäre-Einstellungen
Um Ihnen eine sichere und benutzerfreundliche Website anzubieten, setzen wir Cookies ein. Einige dieser Cookies sind technisch erforderlich, damit unser Angebot funktioniert. Mit Ihrer Zustimmung nutzen wir zudem weitere Tools. Diese helfen uns unter anderem zu verstehen, wie unsere Website genutzt wird. Dabei können personenbezogene Daten wie Ihre IP-Adresse oder Ihr Nutzungsverhalten verarbeitet werden. Mit einem Klick auf die Schaltfläche "Nur erforderliche" lehnen Sie diese optionalen Cookies ab. Ihre Auswahl können Sie in den Privatsphäre-Einstellungen jederzeit anpassen. Weitere Informationen finden Sie im Impressum , der Datenschutzerklärung und unter Cookies auf tk.de .
Entscheiden Sie selbst, für welche Zwecke wir Ihre Daten speichern und verarbeiten dürfen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit anpassen. Weitere Informationen finden Sie unter Cookies auf tk.de .
Technisch erforderliche Cookies
Funktionale Cookies
Marketing-Cookies
Dienste
Individuelle Einstellungen
Nur erforderliche
Alle zulassen
Ausgewählte zulassen
Alle zulassen
Ihre Eingaben werden zurückgesetzt in MinutenSie haben länger keine Aktion durchgeführt. Zu Ihrer Sicherheit werden die von Ihnen eingegebenen Daten in Kürze gelöscht.