Fliegen und Autofahren
Die meisten Fluggesellschaften befördern Schwangere nur bis etwa zur 36. Schwangerschaftswoche.
Das Fliegen schadet dem Ungeborenen nicht, auf sehr häufige Flüge während der Schwangerschaft sollte allerdings verzichtet werden.
Langstreckenflüge sind wegen des langen Sitzens in abgeknickter Haltung und der erhöhten Thrombosegefahr eher ungünstig für die werdende Mutter. Sie sollte daher, wenn sich ein längerer Flug nicht vermeiden lässt, gelegentlich ein paar Schritte umhergehen und im Sitzen die Zehen und Füße bewegen. Kompressionsstrümpfe wirken dem Rückstau des Blutes in den Venen der Beine entgegen.
Von längeren Autofahrten ist eher abzuraten, da sich das lange Sitzen ungünstig auf die Blutzirkulation in den Beinen auswirkt. Es sollte daher alle ein bis zwei Stunden eine Pause eingelegt werden, in der sich die Schwangere etwas strecken und umhergehen kann.
Wichtig ist vor allem, dass Sie trotz der Schwangerschaft den Sicherheitsgurt straff anlegen. Der obere Gurt sollte mit dem oberen Anteil über dem Bauch zwischen den Brüsten verlaufen, der untere Gurt soll unter dem Bauch liegen, wo er nur wenig auf die drücken kann.
Die Rückenlehne sollte möglichst steil gestellt sein, damit der untere Gurt nicht hochrutschen kann. Sie sollten nur selbst fahren, wenn Sie sich wirklich fit und wohl fühlen. Bei einem Unfall birgt das Lenkrad ein hohes Verletzungsrisiko.
Für längere Strecken bietet sich die Bahn an. Hier haben Sie ausreichend Platz, gelegentlich Ihre Sitzposition zu ändern oder vielleicht sogar die Beine hochzulegen. Außerdem können Sie jederzeit herumlaufen. Allerdings sollten Sie unbedingt vorher einen Sitzplatz reservieren und Stoßzeiten nach Möglichkeit vermeiden.