Nachwuchsmangel und alternde Belegschaften fordern einen neuen Umgang sowohl mit älteren als auch mit jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vor allem gilt es, die Ressourcen der Beschäftigten altersgerecht zu nutzen und zu fördern.
Während es heute in Deutschland noch rund 50 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren gibt, werden es 2050 nur noch knapp 39 Millionen sein - ungefähr 22 Prozent weniger. Die Belegschaften altern mit. Schon jetzt gibt es mehr 50- als 30-Jährige in deutschen Betrieben. Diese Entwicklung vollzieht sich in ganz Europa.
Arbeitsfähigkeit und Kompetenz sichern
Bereits heute haben es viele Unternehmen zunehmend schwer, geeignete Fachkräfte und qualifizierten Nachwuchs zu finden. Umso wichtiger wird es, die vorhandenen qualifizierten Mitarbeiter arbeitsfähig zu halten und an das Unternehmen zu binden. Zum Beispiel, indem das Unternehmen die Kompetenzen der älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zum Beginn der Rente auf einem hohen Niveau nutzt und fördert. Oder indem es die jüngeren Mitarbeiter so qualifiziert, dass sie die Herausforderungen der Zukunft bewältigen können.
Leistung in jedem Alter fördern
Eine altersgerechte Betriebs- und Personalpolitik versucht einerseits, die Altersstruktur im Betrieb gezielt zu steuern. Andererseits gestaltet sie die Arbeitsbedingungen so, dass sie die Kompetenzen der älteren wie der jüngeren Beschäftigten fördern und Defizite berücksichtigen. Davon profitieren die Mitarbeiter ebenso wie das Unternehmen. Zum Beispiel, wenn das Unternehmen für einen systematischen Wissenstransfer zwischen jung und alt sorgt und so Erfahrung und Knowhow im Unternehmen hält. Wenn es Mitarbeiter bindet, indem es ihnen altersgerechte Entwicklungschancen bietet. Oder wenn es mit altersgerechten Arbeitsbedingungen Höchstleistungen in jedem Alter ermöglicht.
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erstellt am 21.03.07; zuletzt aktualisiert von am 29.01.09
Quelle: TK; Broschüre "Gesund alt werden im Betrieb", 2007

