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Baby, Kleinkind oder Schüler?

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Kinder wachsen schnell und bei einem Säugling sind andere Punkte zu beachten als bei einem Schulkind.

Das erste Lebensjahr

Bei kranken Neugeborenen und Säuglingen unter zwölf Monaten empfiehlt es sich, den Kinderarzt aufzusuchen.

 

Arzneien mit ätherischen Ölen, wie etwa Erkältungsbalsam oder Kräuteröle, können bei so kleinen Kindern zu Atemproblemen führen und sind daher tabu.

 

Arzneimittel sind nicht mit der Flaschennahrung zu vermischen. Die genaue Dosierung ist so nur schlecht möglich. Bedenken Sie, dass Babys nicht immer alles leer trinken oder nachher größere Mengen ausspucken könnten.

 

Mischen Sie die Medikamente falls nötig mit etwas abgekochtem Wasser und verabreichen Sie sie mittels eines Löffels oder mit dem Sauger der Trinkflasche. Bei Tropfen eignen sich auch eine stumpfe Pipette oder eine Spritze - natürlich ohne Kanüle. Ob das Arzneimittel am besten vor oder nach der Mahlzeit gegeben wird, hängt von dem jeweiligen Medikament ab.

 

Wichtig: Genug trinken!

Kranke Säuglinge haben oft keinen Appetit und trinken dementsprechend weniger. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Falls nicht, suchen Sie bitte sofort den Kinderarzt auf.

 

Kleinkinder

Kleinkindern verabreichen Sie Medikamente am besten als Saft, Tropfen oder Zäpfchen.

 

Während der Stillperiode bekommen die Kinder noch den sogenannten Nestschutz vor vielen Krankheitserregern durch ihre Mutter. Danach und gerade, wenn sie anfangen mobil zu werden, erkranken sie häufiger. Von der banalen Erkältung bis zur Kinderkrankheit - Eltern müssen gerade jetzt auf alles gefasst sein.

 

Kaum beginnen die Kleinen die Welt auf allen Vieren zu erkunden, lauern überall Gefahren. Alles was herumliegt wird angefasst und ausprobiert. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders beliebt ist dabei alles Bunte! Schnell werden so auch mal ein farbiger Haushaltsreiniger oder Tabletten zum Risiko.

 

Schulkinder

Langsam wird der kindliche Körper und sein Stoffwechsel dem eines Erwachsenen immer ähnlicher.

 

Viele Medikamente für Erwachsene enthalten daher auch Dosierungshinweise für Kinder ab einem bestimmten Alter. Achten Sie bei der Dosierung unbedingt auf diese Angaben. Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor Verabreichung mit dem Kinderarzt zu sprechen.

 

Kinderkrankheiten

Kinderkrankheiten sind, auch wenn es der Name vermuten lässt, kein Kinderspiel. Sie heißen so, weil diese Erkrankungen meistens im Kindesalter auftreten und weil sie sehr ansteckend sind.

 

Die häufigsten Kinderkrankheiten sind Mumps, Windpocken, Masern, Röteln, Keuchhusten, Kinderlähmung und Haemophilus influenzae Typ b. Impfungen bieten gegen die meisten dieser Krankheiten effektiven Schutz. Inzwischen erkranken aber auch immer mehr Erwachsene. Der Krankheitsverlauf ist dann oft schwerer und Komplikationen sind häufiger.

 

Kommt es trotz aller Vorsicht doch zur Erkrankung, lassen sich viele Symptome, wie etwa Fieber, mit Hausmitteln lindern. Trotzdem ist wegen der Gefahr von Komplikationen und Spätschäden bei Kinderkrankheiten der Arzt zu Rate zu ziehen.

Autor: Susanne Holthausen, erstellt am 05.09.03; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 14.09.11

Quelle: www.kinderaerzteimnetz.de

 
 
 

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