Viele unterschätzen die Gefahren des hellen Hautkrebses, obwohl dieser viel häufiger auftritt als der schwarze Hautkrebs, das Melanom.
In Deutschland erkranken jährlich rund 130.000 Menschen an hellem Hautkrebs, zu dem neben den Basaliomen auch die Spinaliome zählen. Zum Vergleich: Schwarzer Hautkrebs entsteht in Deutschland pro Jahr bei ungefähr 15.000 Betroffenen.
Heller Hautkrebs tritt gehäuft bei hellhäutigen Menschen ab einem Alter von 60 Jahren auf, die ihre Haut lebenslang stark der Sonne ausgesetzt haben. Vor allem exzessives Sonnenbaden erhöht das Risiko für hellen Hautkrebs. Zur Vorbeugung sollten Sie auf einen wirksamen Sonnenschutz achten und Ihre Haut regelmäßig vom Hautarzt kontrollieren lassen.
Wann zum Arzt?
Sie sollten sofort einen Hautarzt aufsuchen, wenn sich Ihre Haut plötzlich oder in ungewöhnlicher Weise verändert. Untersuchen Sie Ihre Haut regelmäßig gründlich und achten Sie dabei vor allem auf Muttermale. Suchen Sie baldmöglichst einen Hautarzt auf, wenn ein Pigmentfleck:
- blutet
- juckt
- rau oder schuppig ist
- wächst
- seine Farbe verändert
- unscharf begrenzt ist
Achten Sie vor allem im Gesicht darauf, ob die Haut wuchert und dabei knotig wird, schuppt oder blutet. Verfärbt oder verdickt sich die Haut an den Geschlechtsorganen oder den Brustwarzen oder bilden sich Warzen, ist dies ebenfalls ein Alarmzeichen. Solche Veränderungen sollte immer ein Hautarzt genauer beurteilen.
Autor: Dr. med. Andrea Knipp-Selke, erstellt am 24.04.03; zuletzt aktualisiert von Andrea Reiter am 19.09.11
Quelle: Moll, I.: Dermatologie (Duale Reihe). 6. Aufl. Stuttgart: Thieme, 2005