Wissenschaftler aus Deutschland und den Niederlanden entwickelten in den 1990iger Jahren Sonnenschutzpräparate, die gefährliche Hautschäden wieder reparieren können.
Sie beobachteten, dass Algen, Gürtel- und Beuteltiere ein Enzym besitzen, das Schäden im Erbgut (DNA) reparieren kann: die sogenannte Photolyase.
Diese Form der Erbgutreparatur nennen die Wissenschaftler Photoreaktivierung. Mithilfe von verschiedenen Enzymen werden zwar auch in der menschlichen Haut DNA-Schäden repariert, die Photolyase fehlt uns jedoch.
Ob die Photolyase auch beim Menschen wirksam ist, testeten die Wissenschaftler im Rahmen einer Studie an der Universitätsklinik Düsseldorf. 19 Personen mit einem leichten Sonnenbrand trugen dazu eine photolyasehaltige Lotion auf die Haut auf. Die Wissenschaftler beobachteten, dass das Enzym bis in tiefe Hautschichten vordrang und dort etwa die Hälfte der Erbgutschäden reparierte.
Inzwischen gibt es bereits Sonnencremes und Après-Sun-Lotions in der Apotheke, in denen das Enzym Photolyase enthalten ist. Dennoch bleiben Sonnenstrahlen für die Haut gefährlich. Der beste Schutz besteht nach wie vor darin, einen Sonnenbrand zu verhindern.
Autor: Dr. med. Susanne Holthausen / Sabine Keller, erstellt am 28.02.05; zuletzt aktualisiert von Andrea Reiter am 19.09.11
Quelle: dpa/gms, ADP, Deutsche Krebshilfe, GD, Stiftung Warentest, Öko-Test