Am gebräuchlichsten sind chemische Sonnenschutzmittel, die im UV A- und/oder UV B-Bereich wirken. Der angegebene Lichtschutzfaktor ist dabei ein Maß für die Verlängerung der Eigenschutzzeit der Haut.
Lichtschutzfaktoren werden jedoch nur unter Laborbedingungen getestet, um die verschiedenen Produkte miteinander vergleichen zu können. Die entsprechenden Angaben dienen daher lediglich zur groben Orientierung. Wie lange eine Sonnencreme wirklich wirkt, ist einerseits von individuellen Faktoren, andererseits von den klimatischen Verhältnissen abhängig.
Darüber hinaus enthalten chemische Sonnenschutzmittel häufig auch künstliche Duftstoffe oder sogenannte Emulgatoren. Letztere sollen die Verbindung von Wasser und Fett verstärken. Diese Zusatzsubstanzen können jedoch auch allergische Reaktionen auslösen und die Empfindlichkeit der Haut erhöhen.
Physikalische Sonnenschutzmittel
Statt chemischer Filter enthalten physikalische Sonnenschutzmittel mineralische Mikropigmente, am häufigsten Titandioxid. Diese wirken, indem sie die Sonnenstrahlen reflektieren, bevor sie auf die Haut treffen. Sie sollen dabei weniger häufig Allergien auslösen als chemische Sonnenschutzmittel.
Ob sie allerdings völlig unbedenklich angewendet werden können, ist noch nicht vollständig geklärt. Möglicherweise können sie die Hautporen verstopfen und den Schweißaustritt behindern.
Autor: Dr. med. Andrea Knipp-Selke / Sabine Keller, erstellt am 28.02.05; zuletzt aktualisiert von Andrea Reiter am 19.09.11
Quelle: dpa/gms, ADP, Deutsche Krebshilfe, GD, Stiftung Warentest, Öko-Test