After-Sun-Produkte sollen die Haut nach einem Sonnenbad beruhigen und pflegen.
Sie enthalten weniger Fett und mehr Wasser als normale Körperlotionen, lassen sich daher leichter auf der gereizten Haut verteilen und ziehen schneller ein.
Als Feuchtigkeitsspender sind After-Sun-Produkte wirksamer als normale Lotionen. Zur Hautpflege nach dem Urlaub sind dagegen fetthaltige Lotionen besser geeignet, weil das enthaltene Fett die Haut nicht so schnell schuppen lässt.
After-Sun-Lotionen sind keine Produkte, die zur Heilung eines Sonnenbrandes aufgetragen werden sollen. Denn tatsächlich wirken sie wegen ihres hohen Alkoholgehalts zusätzlich reizend auf die Haut.
Bei schwerem Sonnenbrand zum Arzt
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Sonnenbrand, sollte man ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Versuchen Sie, die Haut mit Salben und nassen Tüchern oder mit Joghurtpackungen zu beruhigen. Bei jedem Sonnenbrand ist es wichtig, sehr viel zu trinken, da der Körper durch die geschädigte Haut vermehrt Flüssigkeit verliert.
Am wirkungsvollsten lassen sich der eintretende Juckreiz und das Brennen leichter Sonnenbrände mit entzündungshemmenden Kortisonlotionen (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich) oder einem Antihistaminikum behandeln. Gele wirken im Vergleich zu Salben zusätzlich kühlend. Bei schweren Sonnenbränden mit Blasenbildung und eventuell sogar Fieber sollte man den Arzt aufsuchen. Arnika-Auszüge in Salben und Cremes können die Wundheilung unter anderem unterstützen.
Autor: Sabine Keller, erstellt am 01.07.03; zuletzt aktualisiert von Andrea Reiter am 19.09.11
Quelle: dpa/gms, ADP, Deutsche Krebshilfe, GD, Stiftung Warentest, Öko-Test