In der Mittagszeit ist die UV-Strahlung am intensivsten. Meiden Sie daher die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr. Bedenken Sie auch, dass Sonnenstrahlen durch Sand, Wasser und Schnee reflektiert werden und so zusätzlich schädigen können.
Schnee reflektiert bis zu 100 Prozent, weißer Sand etwa 80 Prozent und bewegtes Wasser etwa 50 Prozent der einfallenden UV-Strahlen. Im Gebirge oder am Strand sollten Sie daher umso vorsichtiger sein und den Schatten bevorzugen.
Sonnencreme kann zwar einen vorübergehenden Schutz bieten, doch wer sehr empfindliche Haut hat, sollte neben Sonnenschutzprodukten auch an lichtschützende Textilien denken.
Richtig kleiden
Durch ein helles T-Shirt werden 80 bis 90 Prozent der einfallenden UV-Strahlung abgehalten, bei einem feuchten Kleidungsstück sind es nur 50 Prozent. Je dünner und durchsichtiger ein Stoff ist, desto weniger Schutz bietet er vor der UV-Strahlung.
Dunkle, dicht gewebte Kleidung schützt die Haut am besten. Männer mit lichtem Kopfhaar und Frauen mit scharf gezogenem Scheitel sollten eine Kopfbedeckung tragen und auch den Nacken mit Tüchern und hohen Kragen schützen.
Alternativen zum dichtgestrickten schwarzen Pulli im Sommer sind Textilien, die speziell behandelte Baumwollfasern enthalten, welche vor UV-Strahlen schützen. Derartige Kleidung ist mit entsprechenden Hinweisen gekennzeichnet und inzwischen (fast) überall erhältlich.
In der Sonne sollte man einen Hut mit Krempe tragen. So lässt sich die UV-Bestrahlung des Gesichts um mehr als die Hälfte reduzieren und man ist gleichzeitig vor einem Sonnenstich geschützt.
Auch bei Kindern ist darauf zu achten, dass Kopf, Nacken und möglichst auch sonst keine Körperteile frei der Sonne ausgesetzt sind.
Augen auf beim Sonnenbrillenkauf
Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte man sich nicht auf die Glastönung verlassen, denn sie spielt beim Schutz vor ultravioletten Strahlen keine Rolle und schützt lediglich vor Blendung. Am besten sind Gläser mit eingebautem 100-prozentigem UV-Filter.
Bei dunkel gefärbten Gläsern öffnen sich die Pupillen weiter als in der Helligkeit des Sonnenlichts. Fehlt dann der UV-Schutz, sind die Augen besonders gefährdet, da sie mit einer höheren Strahlendosis belastet werden, als wenn gar keine Sonnenbrille getragen wird.
Autor: Dr. med. Andrea Knipp-Selke / Sabine Keller, erstellt am 28.02.05; zuletzt aktualisiert von Andrea Reiter am 21.09.11
Quelle: dpa/gms, ADP, Deutsche Krebshilfe, GD, Stiftung Warentest, Öko-Test