Viele Sonnencremes und -lotionen versprechen wasserfest zu sein. Trotzdem lautet die Empfehlung, sich nach dem Baden erneut einzucremen.
Liposomale, wasserresistente Sonnenschutzprodukte
Der Begriff Liposom setzt sich aus den griechischen Worten lipos = Fett und soma = Körper zusammen. Als Liposom bezeichnen Fachleute eine bestimmte, kugelförmige Anordnung von oberflächenaktiven Molekülen in einer Flüssigkeit. Im Inneren dieser Liposome können zum Beispiel Breitbandsonnenschutzfilter platziert sein, die die obere Hornschicht durchdringen. Der Sonnenschutz kann dadurch nicht mehr so leicht mechanisch oder durch Wasser entfernt werden und muss nur einmal täglich aufgetragen werden.
Eine Studie des Hauttumorzentrums am Universitätsklinikum Charité in Berlin zeigte, dass effektiver Sonnenschutz das Risiko, weißen Hautkrebs zu entwickeln, deutlich senkt. Die Studienteilnehmer cremten sich zwei Jahre lang täglich mit einem liposomalen Sonnenschutzprodukt ein. Prof. Eggert Stockfleth, Leiter der Studie: "Heller Hautkrebs ist vor allem eine Folge intensiver UV-Bestrahlung. Deshalb tritt er besonders häufig auf den Sonnenterrassen auf - wie Kopf, Stirn, Nase, Lippen oder Unterarmen." Diese Bereiche der Haut sind fast täglich der UV-Strahlung ausgesetzt.
Badekleidung
T-Shirts, Shorts, Hüte und auch ganze Anzüge aus speziellen Textilien bieten effektiven Schutz vor UV-Strahlen. Die Hersteller zeichnen die Kleidung mit der UV-Schutzwirkung aus. Gerade bei Kindern schützen diese Badetextilien effektiv die besonders exponierten Stellen. Die Kleidung trocknet außerdem sehr schnell.
Autor: Dr. med. Susanne Holthausen, erstellt am 25.08.09
Quelle: medipresse.de; universimed.com