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Spätestens kurz vor Urlaubsbeginn stellt sich jedes Jahr die Frage: Ist die Sonnencreme aus dem vergangenen Sommer noch verwendbar? Dies ist nicht eindeutig mit Ja oder Nein zu beantworten.

Wer sicher gehen will, dass seine Haut auch gut geschützt wird, verwendet lieber keine angebrochenen Produkte aus der vergangenen Saison. Insbesondere wenn das Sonnenschutzmittel (zum Beispiel am Strand) längere Zeit starker Sonneneinstrahlung oder großer Hitze ausgesetzt war oder durch Sandkörnchen verunreinigt wurde, sollte man die Creme nicht noch einmal verwenden.

 

Angebrochene Sonnenschutzmittel lagert man bis zu ihrer Wiederverwendung am besten kühl und dunkel im Kühlschrank. Kosmetika sind ungeöffnet mindestens 30 Monate lang haltbar, sofern kein anderes Verfallsdatum angegeben ist. Bei besonderen Produkten, beispielsweise konservierungsmittelfreien Rezepturen oder Produkten zur Säuglingspflege, wird aber immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben.

 

Grundsätzlich gilt bezüglich der Haltbarkeit folgende Regel: Je mehr Wasser ein Produkt enthält, desto verderblicher ist es. Auch die Lichtschutzfilter zersetzen sich mit der Zeit und verlieren ihre schützende Wirkung gegen die UV-Strahlung. Achten Sie auf Zeichen des Verderbs wie einen unangenehmen Geruch, eine veränderte oder ungleichmäßige Konsistenz oder Verfärbungen.

 

Um Verbrauchern die Benutzung von Sonnencreme und anderen Kosmetika zu erleichtern, ist im Frühjahr 2005 europaweit eine neue Kennzeichnungsvorschrift in Kraft getreten. Dargestellt wird das Symbol eines geöffneten Cremetiegels und die Zeitangabe in Monaten, beispielsweise "6 M" für sechs Monate. Eine Garantie für die Haltbarkeit bedeutet dies jedoch nicht.

 

Es empfiehlt sich, nach Anbruch des Produkts das Öffnungsdatum auf der Verpackung zu vermerken und diese dunkel und kühl zu lagern. Wärme, Luftzutritt und Verunreinigungen verkürzen die Haltbarkeitsdauer.

Autor: Dr. med. Andrea Knipp-Selke/Sabine Keller, erstellt am 28.02.05; zuletzt aktualisiert von Andrea Reiter am 19.09.11

Quelle: dpa/gms, ADP, Deutsche Krebshilfe, GD, Stiftung Warentest, Öko-Test

 
 
 

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