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Der kleine Klaus und die giftigen Beeren Der kleine Klaus erzählt in der Broschüre seine Erlebnisse mit den giftigen Beeren.

Der kleine Klaus und die giftigen Beeren

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Um Jungen und Mädchen für Giftpflanzen in ihrer Umgebung zu sensibilisieren, unterstützt die Techniker Krankenkasse in Hessen den Druck einer Aufklärungsbroschüre für Kinder.

Ein Kuchen aus Sand, ein Salat aus Sauerampfer und dazu rote Beeren - für Kinder gehört das Spielen mit Pflanzen zur Sandkastenkultur. Doch manche Beeren von heimischen Sträuchern oder Hecken, die so appetitlich und harmlos wie Heidelbeeren aussehen, können hochgiftig sein.

 

"Wenige zerkaute Samen oder Beeren von Pflanzen, wie Eibe oder Heckenkirsche können bei Kindern schon Vergiftungserscheinungen hervorrufen", warnt Dr. Klaus-Dieter Koch, Biologe am Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda, der für die Broschüre verantwortlich ist. Die Broschüre ist innerhalb einer Projektarbeit von Studenten entwickelt worden. "Auch wenn es nicht gleich lebensbedrohlich sein muss, können Kinder mit Symptomen wie Schwindel, Erbrechen, Krämpfen und teilweise blutigem Durchfall reagieren, wenn sie die "falschen" Beeren schlucken", so Koch weiter. Aber auch bunte Pflanzen wie das Pfaffenhütchen haben für die Kleinen einen Reiz. Sie lassen sich häufig von den bunten Farben und schönen Formen verleiten, auch Pflanzenteile in den Mund zu stecken.

 

Die Aufklärungsbroschüre gibt einen Überblick über die wichtigsten giftigen Pflanzen, die häufig auch in Parks und auf Spielplätzen zu finden sind. "Wir möchten mit der Broschüre gerade jüngere Kinder für das Thema sensibilisieren und sie auch mit Hilfe der Eltern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Pflanzen heranführen", so Nadine Müller, Sprecherin der TK in Hessen. Was selbst viele Erwachsene nicht wissen: Die Herkulesstaude, die an vielen Wegrändern auch im Landkreis Fulda wächst, ist sehr giftig. Der Saft der Pflanze kann bei bloßem Hautkontakt  Verbrennungen verursachen - sie sollte deshalb auf keinen Fall angefasst werden.

 

Um die jüngeren Kinder für das Thema zu gewinnen, enthält die Broschüre neben einem Steckbrief zu jeder Pflanze auch eine Bildergeschichte vom "Kleinen Klaus". Hat ein Kind tatsächlich ein giftiges Pflanzenteil gegessen, sind in der Broschüre Tipps für erste Hilfsmaßnahmen sowie die Nummer der Giftnotrufzentrale veröffentlicht. Die Broschüre eignet sich auch zum pädagogischen Einsatz in Kindergärten.

 

Alleine bei der für Hessen zuständigen Giftnotrufzentrale in Mainz wurden im letzten Jahr mehr als 2.300 Vergiftungsunfälle bei Kindern durch Pflanzen registriert. In neun von zehn Fällen waren dabei Kinder unter sechs Jahren betroffen.

 

Die Broschüre ist kostenlos in jeder TK-Kundenberatung in Hessen erhältlich.

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Autor: TK-Landesvertretung Hessen, erstellt am 02.07.10; zuletzt aktualisiert am 26.08.10

 
 
 

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