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Impfpass als Nachweis für Kinderimpfung

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

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FSME wird durch das FSME-Virus ausgelöst. Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich.

Impfung

Art des Impfstoffes

Der Totimpfstoff Glossar-Symbol enthält inaktivierte FSME-Viren, die auf befruchteten Hühnereiern angezüchtet wurden.

 

Wirksamkeit

Nach zwei Impfungen sprechen 80 Prozent, nach drei Impfungen sprechen 100 Prozent der Impflinge auf die Impfung an.

 

Nebenwirkungen

Es kann an der Einstichstelle zu lokalen Reaktionen, wie etwa Rötung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit kommen. Die nächstgelegenen Lymphknoten können anschwellen. Des Weiteren können grippeähnlich Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber auftreten.

 

Nach einem Biss von einer infizierten Zecke

Unter bestimmten Umständen kann eine aktive Immunisierung auch nach einem Zeckenbiss noch sinnvoll sein.

 

Wer sollte sich gegen FSME impfen lassen und wann?

Medizinische Impfempfehlung - über TK-Versichertenkarte

Die Schutzimpfungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) empfiehlt die Impfung gegen FSME allen, die sich in Risikogebieten innerhalb Deutschlands aufhalten.

 

Welche Gebiete innerhalb Deutschlands zu den Risikogebieten zählen, ist den aktuellen Hinweisen im Epidemiologischen Bulletin des RKI zu entnehmen:

 

 

Zur Grundimmunisierung sind drei Impfungen erforderlich. Die ersten beiden Impfungen erfolgen im Abstand von einem bis drei Monaten, die dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten.

 

Eine Auffrischung sollte nach drei Jahren vorgenommen werden.

 

Berufliche Impfempfehlung - Leistung des Arbeitgebers

Personen, die einer erhöhten beruflichen Gefährdung durch FSME ausgesetzt sind, sollten sich nach der Schutzimpfungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ebenfalls impfen lassen.

 

Nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) ist in den folgenden, dem Anhang der ArbMedVV zu entnehmenden Bereichen bei den aufgeführten Expositionsbedingungen der Arbeitgeber für die Kostenübernahme verantwortlich:

 

  • Land-, Forst- und Holzwirtschaft, Gartenbau in Endemiegebieten (regelmäßige Tätigkeiten in niederer Vegetation und in Wäldern)
  • Tierhandel, Jagd in Endemiegebieten (Tätigkeiten mit regelmäßigem direkten Kontakt zu freilebenden Tieren)
  • Forschungseinrichtungen/Laboratorien (regelmäßige Tätigkeiten mit Kontaktmöglichkeiten zu infizierten Proben oder Verdachtsproben beziehungsweise zu erregerhaltigen oder kontaminierten Gegenständen oder Materialien, wenn der Übertragungsweg gegeben ist)

     

Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber am besten vor der Impfung zur Kostenübernahme an, da er nach der ArbMedVV verpflichtet ist, die Kosten der Impfung zu übernehmen.

 

Reiseschutzimpfung bei privaten Auslandsreisen - Mehrleistung der TK

Auch sollten sich Personen impfen lassen, die Zecken in FSME-Risikogebieten außerhalb Deutschlands ausgesetzt sind.

 

Reisende werden gebeten, sich rechtzeitig auf den Seiten des Auswärtigen Amts zu informieren:

 

 

Für Schutzimpfungen im Zusammenhang mit einer privaten Auslandsreise gilt dabei bei der TK folgende Regelung:

 

Autor: Dr. med. Susanne Holthausen, erstellt am 14.05.06; zuletzt aktualisiert am 12.04.12

Quelle: SiR Richtlinie über Schutzimpfungen nach § 20d Abs. 1 SGB V (Schutzimpfungs-Richtlinie); STIKO/RKI www.rki.de; Thiemes Innere Medizin, Thieme 1999.

 
 
 

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