Humane Papillomviren bilden eine Gruppe von DNA-Viren, die in mittlerweile mehr als 100 verschiedene Typen eingeteilt werden.
Impfung
Art des Impfstoffes
Die Totimpfstoffe bestehen aus Teilen der Kapsel (Hülle) des Erregers. Die Impfstoffe enthalten kein Erbgut des Erregers und besitzen damit kein onkogenes Potenzial, dass heißt, sie selbst können keine Krebserkrankung verursachen.
Nebenwirkungen
Schwerwiegende Reaktionen, die auf die getesteten Impfstoffe zurück zuführen waren, sind bislang nicht beobachtet worden.
Es kann an der Einstichstelle zu lokalen Reaktionen, wie etwa Rötung, Schwellung, Juckreiz und Schmerzhaftigkeit, kommen. Des Weiteren kann Fieber auftreten.
Sehr selten kann es zu einem Bronchospasmus oder zu einer unspezifischen Arthritis kommen. Urtikaria (Nesselausschlag) tritt selten auf.
Medizin & Gesundheit
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Wer sollte sich gegen HPV impfen lassen?
Die STIKO empfiehlt diese Impfung für alle Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren (das heißt, ab dem zwölften Geburtstag bis einen Tag vor dem 18. Geburtstag).
Wann sollte gegen HPV geimpft werden?
Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren sollten entsprechend den Empfehlungen des Impfkalenders geimpft werden. Die Impfung mit drei Einzeldosen sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein.
Die Mädchen erhalten je nach verwendetem Impfstoff nach zwei Monaten die zweite und nach weiteren vier Monaten die dritte Dosis der Grundimmunisierung.
HPV - ein Auslöser von Gebärmutterhalskrebs
Erreger ist das humane Papillomvirus (HPV). Die Übertragung erfolgt durch Sexualkontakte. Papillomaviren sind kleine, unbehüllte DNA-Viren, die weltweit verbreitet sind.
HPV verursacht ganz unterschiedliche schwere Krankheiten:
- Warzen
- Papillome
- maligne Tumore der Zervix (Gebärmutterlhals)
- maligne Tumore der Haut
maligne Tumore des Enddarms
Wie häufig erkranken Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs?
In Deutschland erkranken derzeit jährlich circa 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Im Jahr 2004 sind nach der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes 1.660 Frauen an dieser Erkrankung in Deutschland gestorben.
Die Erkrankungshäufigkeit variiert stark mit dem Alter: Ein erster Gipfel ist zwischen 35 und 55 Jahren zu beobachten, ein zweiter Anstieg wird ab etwa 60 Jahren beobachtet.
In unterschiedlichen Studien konnte HPV-Erbgut in mehr als 90 Prozent der bösartigen Tumore des Gebärmutterhalses nachgewiesen werden.
Autor: Dr. med. Susanne Holthausen, erstellt am 26.03.07; zuletzt aktualisiert am 18.08.09
Quelle: STIKO/RKI