Verbindliche Verordnung für Entgeltbescheinigungen

Die bisher freiwillige Entgeltbescheinigungsrichtlinie 2009 wird durch eine Entgeltbescheinigungsverordnung (EBV) abgelöst werden. Diese Verordnung regelt die Inhalte der Bescheinigungen für alle Arbeitgeber verbindlich. Die EBV tritt zum 1. Juli 2013 in Kraft. Eventuell müssen Sie dann Ihre Bescheinigungen anpassen.

 

Die Inhalte der Verordnung orientieren sich überwiegend an der bisherigen Richtlinie. Dort sind die Mindestinhalte für eine Entgeltbescheinigung festgelegt.

 

Der Bundesrat hat dem Verordnungstext am 18. Dezember 2012 zugestimmt. Darin sind diese Neuerungen enthalten:

 

  • Aufnahme der Steueridentifikationsnummer;
  • Angabe, ob es sich um ein Beschäftigungsverhältnis in der Gleitzone handelt;
  • Angabe, ob es sich um eine Mehrfachbeschäftigung handelt;
  • Aufnahme eines Zeitraumes in die Bescheinigung, damit auch für Unternehmen, die bei gleichbleibenden Zahlungen keine monatliche Bescheinigung ausstellen, eine lückenlose Dokumentation gewährleistet ist;
  • Möglichkeit, die Kirchenzugehörigkeit zu schwärzen, damit der Arbeitgeber nicht zusätzlich eine Bescheinigung ohne diese Angabe erstellen muss;
  • keine laufende Ordnungsnummer, sodass bei Korrekturen die Zählung nicht durcheinander gerät.

 

Ziel ist es, eine einheitliche Verdienstbescheinigung auf den Weg zu bringen. Alle monatlichen Bescheinigungen sollen gleich aussehen und so transparenter und besser vergleichbar werden. Sind die in der neuen Verordnung vorgesehenen Punkte noch nicht in Ihren Bescheinigungen enthalten, sollten Sie diese ergänzen.

 

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