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Sitzen ist die ungesündeste aller Körperhaltungen. Auch bei optimal ergonomisch geformten Stühlen belastet eine unbewegliche Sitzhaltung die Muskeln, Sehnen, Bänder und Bandscheiben einseitig.

Daraus entstehen Fehlhaltungen, die langfristig zu chronischen Rückenschmerzen führen können. Unterstützen Sie die Kinder dabei, solchen Schäden vorzubeugen.

 

Kind steigt auf einen Stuhl

Stühle für Bewegungspausen nutzen

Kinder in der Schule bewegen sich ständig: Sie rekeln sich, rangeln mit Nachbarn oder kippeln waghalsig mit dem Stuhl. "Kippeln dient dem körperlichen und geistigen Überleben", sagt der Sportpädagoge Dr. Dieter Breithecker. Mit Bewegung suchen die Kinder unwillkürlich nach neuen Anregungen. Dabei können Sie helfen.

 

Lassen Sie zum Beispiel die Kinder einmal aufstehen und um den Stuhl herumlaufen. Oder im Klassenzimmer herumgehen und auf Ihr Zeichen hin sich wieder setzen. Oder auf dem Stuhl sitzend mit angehobenen Beinen Rad fahren. Oder mit den Fußspitzen rechts und links auf die Sitzfläche auftippen.

 

Sitz-Experimente

Beim Sitzen selbst ist die wichtigste Regel: Es soll bewegt sein. Die Kinder sollten ihre Sitzposition laufend verändern. Und: Recken und Strecken ist immer gut. Es entlastet die Wirbelsäule und spannt und entspannt die Muskeln im Wechsel.

 

Lassen Sie die Kinder mit dem Sitzen experimentieren und die für sie attraktivsten Positionen herausfinden. Ermuntern Sie sie, sich alle zehn bis fünfzehn Minuten anders hinzusetzen. Auf einem Stuhl geht das zum Beispiel so:

 

  • Verkehrt herum im Reitsitz, die Arme können auf der Lehne aufgestützt werden.
  • Auf dem vorderen Teil der Sitzfläche, das unterstützt die Aufmerksamkeit.
  • Sich ganz auf die Sitzfläche setzen und dabei nach hinten lehnen, das streckt und entlastet die Wirbelsäule.
  • Seitlich zur Rückenlehne, sich dabei mit dem Arm auf dem Tisch abstützen. Diese Position eignet sich gut zum Zuhören.

 

Abwechslung tut gut

Alternative Sitzgelegenheiten ermöglichen ganz neue Positionen. Zum Beispiel zwei bis drei Sitzbälle, die nach einer Viertelstunde weitergegeben werden. Oder ein Sitzwürfel aus festem Schaumstoff, auf den die Kinder sich knien, rittlings setzen oder auch einmal legen können. Das bringt Abwechslung und entlastet die Kinderrücken.

erstellt am 05.03.07; zuletzt aktualisiert am 19.02.12

Quelle: TK, Professor Dr. Renate Zimmer

 
 
 

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