Ruhe finden im Unterricht

Hier finden Lehrer Anregungen für kurze Entspannungspausen im Unterricht.

 

Nach einer kurzen Pause sind Körper und Geist wieder aufnahmefähig für Neues. Mit diesen Tipps klappen die unten beschriebenen Übungen noch besser:

 

  • Die Tür sollte während der Übung geschlossen bleiben.
  • Während der Übung wird nicht gesprochen - außer, Sie haben etwas zu sagen.
  • Wenn dafür Platz ist, können die Kinder sich auch hinlegen.
  • Wer nicht mitmachen will, setzt sich ruhig an den Rand.
  • Augen schließen hilft beim Entspannen.
  • Zum Schluss: recken und strecken nicht vergessen, erst dann wieder aufstehen.
  • Ein Gespräch über die Erfahrungen im Anschluss fördert die Empfindungsfähigkeit der Kinder.

 

Ballmassage

Kind massiert ein anderes mit einem Ball.Für die entspannende Massage brauchen Sie für jedes zweite Kind einen kleinen Ball, zum Beispiel Igel-, Soft- oder Tennisbälle.

 

Lassen Sie die Kinder Paare nach Wunsch bilden. Jeweils ein Kind setzt sich verkehrt herum auf den Stuhl und legt die Arme auf die Rückenlehne. Das andere Kind steht oder sitzt dahinter und rollt den Ball auf dem Rücken des Partners hin und her - mal mit mehr, mal mit weniger Druck. Wie fest der Druck sein soll, bestimmt das Kind, das massiert wird. Weisen Sie darauf hin, dass nicht auf der Wirbelsäule massiert wird, sondern nur rechts und links davon. Nach einer Weile lassen Sie die Kinder die Rollen tauschen.

 

Rückenbilder

Hand malt Bild auf Rücken eines KindesRückenbilder malen entspannt, schafft sozialen Kontakt und fördert die Körperwahrnehmung.

 

Bilden Sie Paare. Ein Kind setzt sich rittlings auf den Stuhl, das andere stellt oder setzt sich daneben und malt mit dem Finger eine Zahl, einen Buchstaben oder ein beiden bekanntes Symbol auf den Rücken des Partners. Lassen Sie die Kinder raten, was ihnen auf den Rücken gezeichnet wurde. Oder sie zeichnen das Rückenbild selbst auf ein Blatt Papier. Auch hier lassen Sie die Kinder danach die Rollen tauschen.

 

Entspannungskarussell

Kind streichelt ein anderes mit einer Feder.Diese Übung entspannt und fördert die Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit. Sie brauchen dazu ein paar Federn, Tücher oder weiche Bälle.

 

Lassen Sie die Kinder die Hälfte der Stühle im Kreis aufstellen, am besten mit der Rückenlehne nach innen. Jeweils ein Kind setzt sich rittlings auf einen Stuhl und legt Arme und Oberkörper entspannt auf die Lehne. Die anderen Kinder gehen von einem zum anderen Kind und berühren sie leicht am Rücken. Dazu benutzen sie einen weichen Gegenstand, den sie sich vorher ausgesucht haben. Nach einer Weile raten die Kinder im Kreis, von welchen Gegenständen sie berührt wurden. Dann die Rollen tauschen lassen.

 

Fantasiereise

Kinder machen eine Entspannungsübung.Die Fantasiereise bringt Entspannung und führt einmal ganz weg vom Alltag. Das mögen nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene.

 

Lassen Sie die Kinder sich entspannt hinsetzen oder auch hinlegen. Mit der Bitte "Nun schließt die Augen und hört zu" leiten Sie eine langsame und ruhige Geschichte ein. Erzählen Sie aus der Du-Perspektive, damit die Kinder sich unmittelbar in die Situation hineinversetzen können.

 

Beschreiben Sie Sinneswahrnehmungen wie zum Beispiel von Sonne auf der Haut oder vom Wind, den man im Gesicht spürt. Das verstärkt die Entspannung. Zum Schluss: recken und strecken und die Augen öffnen. Ein Beispiel für eine solche Geschichte finden Sie auf der nächsten Seite.

Entspannungsgeschichte

Entspannungsgeschichten regen die Zuhörer an, mit allen Sinnen in der Fantasie angenehme und entspannende Situationen zu erleben. Die Worte lenken die Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung: fühlen, sehen, hören, riechen und schmecken. Der Erzähler spricht aus der "Du-Perspektive" - "Du fühlst den warmen Wind auf deiner Haut" - und eröffnet dem Zuhörer so Möglichkeiten, sich die Situation selbst auszumalen. Solche Geschichten können Sie sich auch selbst ausdenken. Wichtig ist, dass Sie sie ruhig und langsam erzählen. So schaffen Sie die Zeit dafür, dass die Zuhörer in ihrer Fantasie die geschilderte Situation nachempfinden können.

 

Entspannungsgeschichte - ein Beispiel

Stell Dir vor, Du liegst im warmen, weichen Sand und spürst die Wärme der Sonne auf Deiner Haut... Du hörst nur das leise Rauschen des Windes, sonst ist es ganz still um Dich herum... Deine Hände lassen den Sand durch die Finger rieseln. Er fühlt sich weich und zart an... Die Sonne scheint, sie berührt Deine Arme und streicht über Dein Gesicht... Du bist ganz ruhig und genießt, wie die Sonne Deinen ganzen Körper wärmt..., die Arme..., den Bauch..., Deine Beine.... Auch Deine Füße spüren die Sonnenstrahlen und unter sich den warmen Sand...

 

Ein leichter Windhauch streicht über Deine Stirn. Er fühlt sich schön kühl und erfrischend an... Du atmest ruhig und gleichmäßig... und spürst, wie der Atem in den Körper ein- und ausströmt.... Du fühlst dich ganz wohl ... und Du bist ganz ruhig... und atmest ein und aus ...

 

Nun wird es langsam Zeit, wieder aufzustehen... Du streckst Deine Arme nach oben, winkelst sie an und reckst und streckst Dich ausgiebig. Öffne jetzt die Augen und richte Dich langsam auf. Du spürst, wie Du jetzt ausgeruht und frisch weiterarbeiten kannst.

 

Weitere Artikel aus "Besser lernen mit Bewegung"