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alte Hände auf Stock

Ein gutes Pflegeheim finden

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Wer sich Zeit nimmt für die Suche nach einem Pflegeheim, kann für sich oder einen Angehörigen gute Lösungen finden.

Vertraglich zugelassen sind grundsätzlich nur Heime, die dem anerkannten Standard der medizinisch-pflegerischen Versorgung entsprechen. Mit dem TK-Pflegelotsen finden Sie leicht ein Heim in Ihrer Nähe. Die Datenbank zeigt Ihnen zum Beispiel Adressen, Kosten und die Pflegenoten der Heime.

 

Trotzdem sollten Sie ein Pflegeheim auch persönlich prüfen, auch wenn Sie ein Heim für einen Angehörigen suchen. Denn wer im Pflegeheim lebt, braucht neben der fachlichen Qualität der Pflege auch das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Nehmen Sie sich deshalb Zeit und vergleichen Sie verschiedene Angebote. Am besten sprechen Sie mit dem Personal und Bewohnern oder deren Angehörigen. Manche Pflegeheime bieten auch ein "Testwohnen" an.

 

Auch die Atmosphäre zählt

Das Pflegeheim wird zum neuen Lebensmittelpunkt des Pflegebedürftigen. Ein freundlicher, fürsorglicher Umgangston, der die Würde der Bewohner achtet, und eine angenehme Atmosphäre sind daher wichtig. Ein abwechslungsreicher Speiseplan, der auf die Wünsche der Bewohner Rücksicht nimmt, ist ebenfalls von Bedeutung. Getränke und Obst sollten jederzeit für die Bewohner bereitstehen.

 

Personelle Ausstattung

Prüfen Sie bei der Auswahl des Pflegeheims dessen personelle Ausstattung. Positiv ist, wenn die Pflegekräfte ständig den Kontakt zu den Heimbewohnern halten und Pflegebedürftige selten unbeaufsichtigt sind. Es ist besser, wenn die Pflegekräfte die Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten der Bewohner ständig im Blick haben, als wenn sie nur auf Klingeln reagieren.

 

Angebote im Heim

Ein gutes Heim bietet den Bewohnern Beschäftigungen an, die auf sie zugeschnitten sind, auch für Gruppen. Auch Gemeinschaftsveranstaltungen wie Feste oder Leseabende sollten zum Angebot gehören. Manche Heime bieten ihren Bewohner Konzerte und Filmabende oder seelsorgerische Betreuung und Gottesdienste vor Ort. Viele Heime organisieren Krankengymnastik und kooperieren mit Dienstleistern wie Friseuren oder Fußpflegern.

Angemessene Räume und Wege

Das Pflegeheim muss so gebaut und ausgestattet sein, dass es den Ansprüchen der Pflegebedürftigen gerecht wird. Zum Beispiel sollte ein Fahrstuhl vorhanden sein. Die Wege sollten barrierefrei sein, also ohne Hindernisse für Fußgänger und Rollstuhlfahrer. Die Räume sollten ausreichend hell sein. Demenzkranke mit Weglauftendenz benötigen einen geschlossenen Garten oder Innenhof, in dem sie sich im Freien bewegen können, ohne sich zu gefährden.

 

Achten Sie darauf, dass auch bei der Zimmerwahl Ihre Vorlieben berücksichtigt werden: Die Einrichtungen bieten oft Einzel- oder Doppelzimmer an, teilweise mit eigenem Bad und WC. Sie sollten das Zimmer auf Wunsch auch mit eigenen Möbeln ausstatten können. Damit können Sie sich die Eingewöhnung erleichtern.

 

Beteiligung von Angehörigen

Klären Sie im Vorfeld, ob und wie Angehörige sich an der Pflege beteiligen können. Gibt es eine Besuchsregelung? Angehörige sollten den Pflegebedürftigen jederzeit besuchen können. Veranstaltet das Heim regelmäßig Gesprächsrunden mit den Angehörigen? An wen können Sie sich mit Problemen oder Beschwerden wenden?

 

Ärztliche Versorgung

Informieren Sie sich darüber, wie die ärztliche Versorgung organisiert ist. Teilweise arbeiten die Pflegeheime mit einem Arzt zusammen, der alle Bewohner behandelt. Manchmal ist es vorteilhaft, wenn der bisherige Arzt den Pflegebedürftigen auch im Pflegeheim versorgt.

 

Kostentransparenz

Erkundigen Sie sich nach den Kosten der Unterbringung. Jedes Heim gestaltet die Preise selbst. Gute Heime machen eindeutige Preisangaben.

Autor: Thomas Nebling, TK, erstellt am 12.02.10; zuletzt aktualisiert am 15.11.11

 
 
 

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