Eine Allergie ist eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf körperfremde Umweltstoffe. Überschießend, weil das Immunsystem gegen Fremdstoffe im Körper vorgeht, die normalerweise keine Gefahr für die Gesundheit des Menschen darstellen.
Das Abwehrsystem schützt den Menschen vor Schadstoffen und Krankheitserregern, indem es bei Kontakt mit diesen mit einer sinnvollen Abwehrreaktion antwortet. Darüber hinaus merkt es sich den Fremdstoff und kann deshalb bei erneutem Kontakt schneller und heftiger reagieren und so den Körper schützen.
Das Abwehrsystem erkennt aber auch Fremdstoffe, die den Körper nicht schädigen. Es reagiert bei harmlosen Fremdstoffen mit einer abgeschwächten Abwehrreaktion.
Bei einer Allergie ist die Abwehrreaktion gegenüber an sich harmlosen Fremdstoffen nicht gedrosselt; sondern vielmehr überschießend und nicht angemessen. Diesen Prozess bezeichnet man als Allergie, betroffene Menschen als Allergiker. Grundsätzlich kann jeder Stoff aus der Umwelt zum Allergieauslöser werden, meistens handelt es sich um Eiweißsubstanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft.
Autor: Hubertus Fries; Janna Christoffers, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 05.10.11
Quelle: Altmeyer P. Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer (1997); Braun-Falco, O.: Dermatologie und Venerologie. Springer (1996) / DGAI, ÄDA, DAAU: Weißbuch Allergie in Deutschland. 2. aktualisierte Auflage, Urban & Vogel Medien und Medizin Verlagsgesellschaft 2004; P. Reuter: Springer Lexikon Medizin, Springer-Verlag 2004: S. 69-77; AWMF-Leitlinie „Kontaktekzem“, AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/055; AWMF-Leitlinie „Hauttests mit Nahrungsmittelallergenen“, AWMF-Leitlinien-Register Nr. 061/024; AWMF-Leitlinie „Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen“, AWMF-Leitlinien-Register Nr. 061/004 ; Nickolaus, Barbara: Allergieprävention: Je früher, desto besser.. Deutsches Ärzteblatt 2010; 107 (11): A-488/ B-426/ C-418

