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Was ist Analkrebs?

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Analkrebs (Analkarzinom) ist eine bösartige Geschwulst im Bereich des Analkanals. Der Analrandkrebs ist ein Tumor, der am Rand des Afters zur Haut hin nach außen liegt. Beim Analkanalkrebs liegt die Geschwulst an der inneren Schleimhaut des Afters und wächst in den Enddarm hinein.

Analkrebs ist eine seltene Krebsart, sie macht nur etwa zwei bis fünf Prozent aller Darmkrebserkrankungen aus und tritt mit einer Häufigkeit von einer Neuerkrankung auf 100.000 Einwohner pro Jahr auf. Viele der Betroffenen sind rund 70 Jahre alt. Gehäuft tritt die Erkrankung auch bei HIV-positiven homosexuellen Männern auf, die zugleich mit dem sogenannten Humanen Papilloma-Virus (HPV) infiziert sind. Chronische Infektionen und Infektionen mit HPV gelten als Risikofaktoren.

 

Welche Beschwerden macht Analkrebs?

Am häufigsten wird beim Analkrebs ein Blutabgang aus dem After bemerkt. Das Wachstum des Tumors kann Missempfindungen wie Juckreiz, Fremdkörpergefühl und Wundsein sowie Schmerzen im Bereich des Afters oder beim Stuhlgang verursachen.

 

Auch kann es zur Änderung von Stuhlgewohnheiten, zu Blut im Stuhl und zur Gewichtsabnahme kommen. Manchmal spürt der Betroffene beim Säubern des Afters nach dem Stuhlgang, dass eine Geschwulst gewachsen ist. Mitunter weisen auch vergrößerte Lymphknoten in der Leiste auf ein Analkarzinom hin.

 

Wie wird Analkrebs festgestellt?

Um herauszufinden, ob ein bösartiger Tumor vorliegt oder eine andere Erkrankung für die Beschwerden, sind eine Reihe von Untersuchungen erforderlich. Im Hinblick auf die Therapie und die Prognose ist es wichtig festzustellen, um welche Krebsart es sich handelt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.

 

Im Rahmen einer ausführlichen Befragung (Anamnese Glossar-Symbol) des Patienten zu seinen Beschwerden, möglichen Vor- und Begleiterkrankungen, seinen Lebensgewohnheiten und Ähnlichem kann sich der Arzt einen Eindruck über den Allgemeinzustand machen. Die anschließende gründliche körperliche Untersuchung beinhaltet die Betrachtung (Inspektion) sowie die Austastung des Enddarms und des Afters mit dem Finger (rektale Untersuchung).

 

Besteht weiterhin der Verdacht auf einen Tumor, folgt eine Spiegelung des Afters und des Enddarms (Proktoskopie/Rektoskopie). Dabei führt der Arzt ein Endoskop, bestehend aus einem Schlauch mit Lichtquelle, durch den After bis in den Enddarm (Rektum) ein. Er kann so den Darm von Innen betrachten und auf Veränderungen wie Tumoren beurteilen. Aus verdächtig erscheinenden Bereichen kann er mit einer kleinen Zange Gewebeproben (Biopsien) entnehmen. Es folgt die feingewebliche Untersuchung des gewonnenen Gewebes unter dem Mikroskop. Dabei kann sich nicht nur eine bösartige Erkrankung herausstellen, sondern auch Entzündungen oder eine andere harmlose Erkrankung.

 

Die Spiegelung des Enddarms ist ein risikoarmes Routineverfahren. Trotzdem kann es in seltenen Fällen zu Komplikationen wie Verletzungen der Darmwand mit nachfolgenden Blutungen (zum Beispiel bei der Probenentnahme) kommen.

 

Sollte sich in der feingeweblichen Untersuchung unter dem Mikroskop ein bösartiger Tumor bestätigen, werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Dabei wird die Ausdehnung des Tumors geklärt und nach möglichen Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen gesucht. Dies erfolgt mittels Ultraschalluntersuchung Glossar-Symbol (Sonographie Glossar-Symbol) sowie gegebenenfalls mit einer Röntgenschichtuntersuchung (Computertomographie) des Bauchraumes, einer Röntgenuntersuchung der Lunge sowie einer Reihe von Blutuntersuchungen.

 

Um das Wachstum in das umliegende Gewebe beurteilen zu können, wird außerdem eine spezielle Ultraschalluntersuchung vorgenommen, bei der ein kleiner Ultraschallkopf in den Enddarm eingeführt wird (Endosonographie).

Autor: Dr. med. Martina Modrack; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 07.10.11

Quelle: Becker, H. D.: Chirurgische Onkologie. Thieme (2001); Hahn/Riemann: Klinische Gastroenterologie. Thieme (2000) / Cummings, B. J.: Metastatic Anal Cancer: The Search for Cure. Onkologie 2006; 29: 5-6; Serra, S., Chetty, R.: Tumors of the anal canal. Current Diagnostic Pathology 2006; 12: 136-15; http://www.krebsgesellschaft.de/analkrebs_analkarzinom,25069.html

 
 
 

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