Angst ist ein grundlegendes und normales Gefühl, das jeder Mensch kennt. In den meisten Situationen hat dieses Gefühl eine wichtige Warnfunktion - Angst weist uns auf Gefahren hin. Die mit Angst verbundenen körperlichen Reaktionen (zum Beispiel erhöhter Herzschlag) machen eine schnelle Reaktion auf die Bedrohung (zum Beispiel Flucht) möglich.
Von einer Angststörung spricht man hingegen erst, wenn Menschen in Situationen, die eigentlich nicht gefährlich sind, übertriebene Angstgefühle erleben. Die Betroffenen können sich ihre starken unangemessenen Gefühle oft selbst nicht erklären.
Sie wissen zwar, dass ihre Gefühle unbegründet sind, sehen aber keine Möglichkeit, die Ängste zu kontrollieren. Deswegen versuchen sie, Situationen zu vermeiden, in denen sie mit Angst reagieren. Langfristig schränkt sie dieses Verhalten in ihrem Lebensalltag stark ein. Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um ungerichtete Ängste, die ohne einen bestimmten äußeren Auslöser auftreten. Dazu zählen die Panikstörung und die generalisierte Angststörung.
Welche Angststörungen gibt es?
Es lassen sich zwei Gruppen von Angststörungen unterscheiden. Bei der ersten Gruppe von Angststörungen - den "gerichteten" Ängsten - beziehen sich die Ängste und Befürchtungen auf bestimmte Situationen oder Objekte. Zu dieser Gruppe gehören die "soziale Phobie", die "spezifischen Phobien" und die "Agoraphobie" .
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Autor: Barbara Janker; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hoffmann am 07.10.11
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