Bei der Arteriosklerose handelt es sich um eine langsam fortschreitende Erkrankung der Arterien (Schlagadern). Arterien sind Blutgefäße, die das in den Lungen mit Sauerstoff angereicherte Blut vom Herzen zu den Organen transportieren. Bei der Arteriosklerose werden diese Blutgefäße zunehmend enger und steifer. Dem Prozess liegen krankhafte Veränderungen in den Gefäßwänden zugrunde.
Die umgangssprachlich auch als Arterienverkalkung bezeichnete Gefäßveränderung kann sich prinzipiell in allen arteriellen Blutgefäßen entwickeln und so in den verschiedensten Organen zu schwerwiegenden Folgen führen. Zu den häufigsten und gefürchtetsten zählen der Herzinfarkt und der Schlaganfall.
Die Arteriosklerose und ihre Folgeerkrankungen sind die führende Todesursache in den westlichen Industrienationen, noch vor Krebserkrankungen. Die Entstehung der Arteriosklerose hängt von einer Reihe von Faktoren ab, von denen nicht wenige auf bestimmte Lebensgewohnheiten zurückzuführen sind und somit vermeidbar wären.
Autor: Dr. med. Martina Waitz; Ulrich Kraft, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hoffmann am 07.10.11
Quelle: Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2004); Silbernagl, S.: Taschenatlas der Pathophysiologie. Thieme (2002) / Dietel, M., Suttorp, N. und. Zeitz, M. (Hrsg.): Harrisons Innere Medizin Deutsche Ausgabe in Zusammenarbeit mit der Charité, 16. Auflage 2005, ABW Wissenschaftsverlag; Reuter, P.: Springer Lexikon Medizin, 2004, Springer-Verlag; Atherosclerosis, Information des National Heart Lung and Blood Institutes (http://www.nhlbi.nih.gov/health/dci/Diseases/Atherosclerosis/Atherosclerosis_WhatIs.html); Arteriosclerosis/Atherosclerosis, Informationen der Mayo Clinic (http://www.mayoclinic.com/health/arteriosclerosis-atherosclerosis/DS00525); Deutsches Ärzteblatt: Infektionen als Schlaganfallrisiko, 10.11.2009

