Untermenü

Krankheiten

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk.de . > Medizin & Gesundheit . > Krankheiten . > Krankheiten: B . > Basaliom

Inhaltsbereich

Was ist ein Basaliom?

Artikel vorlesen
 

Als Basaliom bezeichnen Mediziner eine bestimmte Form des Hautkrebses. Andere Namen des Basalioms sind Basalzellkrebs oder Basalzellkarzinom. Es gehört wie das Spinaliom zum hellen Hautkrebs und ist der häufigste semimaligne (halbbösartig) Hauttumor in Nordeuropa.

In Deutschland erkranken jährlich rund 135.000 Menschen erstmals an Hautkrebs. 63 Prozent dieser Krebserkrankungen entfallen auf das Basaliom. Männer und Frauen sind ungefähr gleich häufig betroffen. Im Schnitt sind die Patienten etwa 60 Jahre alt. Vor dem 40. Lebensjahr ist ein Basaliom eher selten, doch steigt die Zahl der jüngeren Betroffenen tendenziell an.

 

Ein Basaliom kann in umliegendes Gewebe wie Knochen, Muskeln und Bindegewebe hineinwachsen und es zerstören. Es siedelt jedoch nur selten Tochtergeschwülste in andere Organe oder Körperregionen ab. Mediziner bezeichnen diese Eigenschaft als halbbösartig oder semimaligne.

 

Die Wahrscheinlichkeit, diese Krebsart zu heilen, liegt derzeit bei etwa 95 Prozent. Die Heilungschancen sind umso besser, je früher die Behandlung beginnt.

 

Wie entsteht ein Basaliom?

Ein Basaliom geht von den Zellen der Oberhaut, der sogenannten Epidermis, und der Haarfollikel aus. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass diese Zellen entarten:

 

 

  • Lebenslang gesammelte UV-Strahlendosis:

    Vor allem UV-B-Strahlung, aber auch UV-A-Strahlung gelten als Hauptauslöser des Basalioms.

  • Dauerkontakt mit Chemikalien, wie Arsen oder Teer, kann in sehr seltenen Fällen ein Basaliom verursachen.
  • Selten können Basalzellkarzinome auch auf dem Boden narbiger Hautveränderungen oder im Zusammenhang mit anderen Krankheiten entstehen. 

 

Zur Risikogruppe gehören Menschen mit

 

  • zahlreichen Leberflecken,
  • sehr heller Haut,
  • blonden oder roten Haaren,
  • erblicher Vorbelastung,
  • häufigen Sonnenbränden in der Kindheit,
  • hohem Zigarettenkonsum.

Autor: Dr. med. Stefan Rütten; Dr. med. Utta Wentscher, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Julia Hofmann am 09.11.11

Quelle: Altmeyer P. : Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer-Verlag (1997); Rassner, G.: Dermatologie. Urban & Fischer, 7. Auflage, 2002 / Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Täglicher Lichtschutz in der Prävention chronischer UV-Schäden der Haut. November 2005 (http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/013-049.htm); Interdisziplinäre Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Basalzellkarzinom. Februar 2005 (http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/032-021.htm); Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie. Basalzellkarzinom (www.derma.de/79.0.html); Moll, I.: Duale Reihe Dermatologie, 6. Auflage 2005, Thieme-Verlag; Braun-Falco, O. et al. (Hrsg.). Dermatologie und Venerologie, 5. Auflage 2005, Springer-Verlag; Blaeser-Kiel Gabriele: Hautkrebsprävention: Deutschland weltweit als Vorreiter. Deutsches Ärzteblatt 2008; 105(26): A-1436 / B-1241 / C-1209

 
 
 

Impressum und Hilfe