Die Bilharziose (Schistosomiasis) ist eine durch Süßwasserkontakt übertragene Wurminfektion, die in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet ist.
Fünf Arten des Pärchenegels - eine ein bis zwei Zentimeter lange Saugwürmergattung - können eine Bilharziose auslösen. Menschen infizieren sich an den Ufern von Binnengewässern durch die Hakenlarven des Saugwurms, dessen Zwischenwirt die Süßwasserschnecke ist. Die Larven dringen in die intakte Haut ein. Nicht selten kommt es an der Eintrittsstelle zu einem Hautausschlag.
Über das Lymph- und Blutsystem gelangen die Larven in Lunge und Leber, wo sie innerhalb von etwa sechs Wochen zu geschlechtsreifen Würmern heranwachsen. Sie siedeln sich dann in den Blutgefäßen des Darmtrakts oder der Harnwege an und produzieren dort massenhaft Eier, die wiederum Entzündungen, Blutungen und Gewebeschäden verursachen.
Das akute Krankheitsbild, das sogenannte Katayama-Fieber, kann sich bereits zwei bis drei Wochen nach der Infektion durch Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Husten, Leber-, Milz- und Lymphknotenschwellungen äußern. In den meisten Fällen verschwinden diese Symptome nach einigen Wochen. Es folgen Bauchschmerzen mit Durchfällen und/oder Blasenentzündungen.
Bei geringem Wurmbefall kommt es meistens nur zu leichten Beschwerden. Bei massiver Verwurmung können dagegen organspezifische Beschwerden auftreten. In sehr seltenen Fällen gibt es auch schwerste Verläufe mit Todesfolge.
Süßwasser meiden
Die Eier des Wurms lassen sich in Urin oder Stuhl nachweisen. Auch die Entnahme von Gewebeproben aus Blase, Darm und anderen Organen kann die Erkrankung beweisen. Im Blut finden sich Antikörper
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Bei einer frühzeitigen Behandlung mit wirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamenten heilt die Bilharziose ohne Folgeerscheinungen aus. Den besten Schutz bietet die Vorbeugung. Meiden Sie in Bilharziosegebieten den Hautkontakt mit Süßwasser. Meerwasser und chloriertes Schwimmbadwasser sind als sicher anzusehen.
Nach längeren Aufenthalten in Bilharziosegebieten und Süßwasserkontakt ist es ratsam, dass Sie etwa drei Monate nach der Rückkehr eine spezielle Blutuntersuchung vornehmen lassen.
Autor: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg , erstellt am 11.04.06; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 30.11.11
Quelle: Quelle: Gesundheitsdienst Auswärtiges Amt: Merkblatt für Beschäftigte und Reisende: Schistosomiasis (Bilharziose). http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Gesundheitsdienst/download/Bilharziose.pdf