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Was sind Blutfette?

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Zu den Blutfetten (Lipiden) zählen unter anderem Triglyzeride, Cholesterin und Phospholipide. Triglyzeride dienen als Energieträger im Blut. Der Organismus speichert sie als sogenanntes Depotfett zum Beispiel im Fettgewebe oder in der Leber. Triglyzeride werden entweder mit der Nahrung aufgenommen oder vom Körper gebildet.

Cholesterin ist ein lebenswichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers. Es bildet die Grundlage der Zellwände, ohne die ein Leben nicht möglich wäre. Darüber hinaus bildet Cholesterin die Grundlage für die Herstellung verschiedener Substanzen wie Gallensäuren Glossar-Symbol, Vitamin D, Hormone der Nebennierenrinde und Geschlechtshormone. Gallensäuren sind für die Verdauung von Fetten wichtig, Vitamin D für Aufbau und Stabilität des Knochens. In der Nebenniere wird unter anderem das Hormon Kortisol gebildet, das eine Reihe von Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper beeinflusst. Cholesterin wird entweder mit der Nahrung aufgenommen oder in der Leber produziert.

 

Für die Beurteilung des Cholesterinhaushalts ist eine Unterscheidung des sogenannten LDL-Cholesterins vom HDL-Cholesterin wichtig. LDL und HDL bezeichnen unterschiedliche Transportvehikel, an die das Cholesterin gekoppelt wird. Das LDL transportiert Cholesterin zur Weiterverarbeitung zu den einzelnen Organen. Das LDL-Cholesterin wird im Volksmund auch als schädliches oder böses Cholesterin bezeichnet. Das HDL (gutes Cholesterin) ist für den Abtransport von überschüssigem Cholesterin aus den Organen in die Leber verantwortlich und verhindert somit eine Ablagerung an den Gefäßwänden.

Autor: Dr. med. Thomas Stehr; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 07.10.11

Quelle: Hahn, J. M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme (3. Auflage 2000); Psychrembel. Klinisches Wörterbuch. De Gruyter (259. Auflage 2002)/ Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie von Fettstoffwechselstörungen in der Ärztlichen Praxis, Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V.; Herold, G. (Hrsg.): Innere Medizin 2007, Selbstverlag

 
 
 

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