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COPD - mehr als nur ein Raucherhusten

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Wesentliche Ursache für die zunehmende Anzahl von Atemwegs- und Lungenkrankheiten ist der weltweite Anstieg des Rauchens. So erkranken Raucher häufig an der sogenannten chronisch obstruktiven Lungenkrankheit, englisch: chronic obstructive pulmonary disease, kurz COPD.

COPD - was ist das?

Die COPD ist definiert als chronische Erkrankung der Lunge bei Vorliegen einer dauerhaften Entzündung der Atemwege (chronische Bronchitis) mit oder ohne krankhafte Überblähung der Lunge (Lungenemphysem). Bei der COPD entwickelt sich eine zunehmende Enge der Atemwege, die zur Behinderung der Atmung führt und sich auch durch bronchienerweiternde Medikamente nicht mehr vollständig aufheben lässt.

 

Weltweit ist jeder vierte Todesfall durch COPD bedingt

Die COPD kommt weltweit sehr häufig vor, dabei steigt die Zahl der Erkrankungen weiter an. Allein in Deutschland sollen über sechs Millionen Menschen betroffen sein. Derzeit ist offenbar jeder vierte Todesfall weltweit auf diese Lungenkrankheit zurückzuführen. Bis zum Jahr 2020 könnte die COPD Schätzungen zufolge auf Rang drei der Todesursachenstatistik aufrücken.

 

Als wichtigste Ursache der COPD gilt das Rauchen: Neun von zehn COPD-Patienten sind oder waren Raucher und jeder zweite Raucher über 40 Jahre hat eine chronische Bronchitis. Nichtraucher erkranken durch berufliche Belastungen, Umweltverschmutzung oder genetische Veranlagung.

 

Patienten leiden unter chronischem Husten

Schadstoffe, wie sie zum Beispiel in Zigarettenrauch enthalten sind, begünstigen die Entstehung einer chronischen Bronchitis. So stören sie die Selbstreinigung der Bronchien durch die Flimmerhärchen. Dadurch haben es Erreger wie Bakterien leichter, die Schleimhaut zu besiedeln und Entzündungen auszulösen. Chronischer Husten und Auswurf sind mögliche Folgen.

 

Der chronische Entzündungsreiz verursacht einen allmählichen Umbau der Atemwege, die sich dadurch im Verlauf der Erkrankung immer weiter verengen. Das beeinträchtigt vor allem die Ausatmung, sodass es langfristig zu einer Überblähung von Lungenbläschen kommen kann. Die betroffenen Lungenbläschen gehen zugrunde, sie stehen dann nicht mehr zum Gasaustausch zur Verfügung. Das bedeutet, Sauerstoffaufnahme aus der Luft und Kohlendioxidabgabe in die Luft funktionieren immer schlechter. Daraus folgt eine zunehmende Atemnot. Zunächst bleibt den Patienten nur bei Belastung die Luft weg, später auch in Ruhe.

 

Spätfolgen sind lebensgefährlich

Gelingt es nicht, die Erkrankung aufzuhalten, drohen schwerwiegende Komplikationen. Zum einen kann die geschädigte Lunge selbst bei kleinsten neuen Infektionen aus dem Gleichgewicht geraten und die sowieso eingeschränkte Sauerstoffzufuhr noch weiter abnehmen. Dann sind Betroffene sehr schnell erschöpft und können nur unter großer Anstrengung atmen. In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung ist ein ausreichender Gasaustausch nicht mehr gewährleistet. Ohne ärztliches Eingreifen kann die Erkrankung dann tödlich verlaufen.

 

Zum anderen kommt es unter Umständen zu einer chronischen Überlastung der rechten Herzhälfte, die das Blut in die Lunge pumpt. Es droht eine Herzmuskelschwäche, die zu weiteren Einschränkungen führt.

 

Messung der Lungenfunktion wichtig für Diagnose

Der Arzt kann nach erhobener Krankengeschichte die Diagnose COPD relativ unkompliziert und schnell stellen. Neben einer Röntgenuntersuchung des Brustraums ist der Lungenfunktionstest (Spirometrie) eine wesentliche Untersuchung.

 

Dabei misst man unter anderem das Atemvolumen, das der Patient innerhalb einer Sekunde nach der größtmöglichen Einatmung ausatmen kann. Zeigt sich, dass das Ausatemvolumen herabgesetzt ist, muss bei einem chronisch hustenden Patienten an eine COPD gedacht werden. Weitere Untersuchungen können diese Diagnose stützen.

 

Um COPD und Asthma bronchiale voneinander zu unterscheiden, ist die Gabe von bronchienerweiternden Medikamenten sinnvoll. Liegt Asthma vor, normalisiert sich die Lungenfunktion meist durch die Medikamente, bei der COPD hingegen nicht komplett.

 

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Autor: Angela Franz, erstellt am 03.02.06; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 08.03.11

Quelle: www.lungentag.de / www.lungenemphysem.de / www.copd-aktuell.de / Herold: Innere Medizin; Selbstverlag/ AWMF-Leitlinie Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD); -Leitlinie, gültig bis 2010 / Fauci A. S. et al.: Harrison's Principles of Internal Medicine, 17. englischsprachige Ausgabe, 2007, McGraw-Hill Information & Media group; Nationale Versorgungsleitlinie: COPD Version 1.7, Februar 2010. URL: www.versorgungsleitlinien.de/themen/copd/pdf/nvl_copd_lang.pdf

 
 
 

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