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Was ist ein Dekubitus?

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Dekubitus bezeichnet ein örtlich begrenztes Absterben (Nekrose) der Haut und manchmal auch des darunter liegenden Gewebes infolge einer Druckbelastung und daraus folgender Minderversorgung des Areals mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut. Dementsprechend bezeichnet man das Krankheitsgeschehen auch als Druckgeschwür.

Der Volksmund spricht auch vom Wundliegen, da ein Dekubitus vor allem Menschen betrifft, die lange Zeit im Bett liegen müssen. Sieben Prozent aller Krankenhaus-Patienten entwickeln einen Dekubitus.

 

Grundsätzlich kann ein Dekubitus überall am Körper entstehen. Besonders gefährdete Stellen sind aber vor allem Knochenvorsprünge. Hier können auch Katheterschläuche oder im Bett vergessene Gegenstände durch Druck zur Gewebeschädigung führen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist am Fersenbein, an den Knöcheln und den Knieinnenflächen, am Kreuz-, Steiß- und Sitzbein, an den Hüftknochen, am Brustbein, an den Ellenbogen, am Schulterblatt, am Hinterkopf und an der Ohrmuschel geboten.

 

Jedes Druckgeschwür muss ernst genommen und rechtzeitig behandelt werden. Die offene Stelle kann als Eintrittspforte für Keime (Bakterien, seltener auch Pilze) dienen und zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung (Sepsis) führen.

Autor: Dr. med. Charlotte Willers; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Salime Törün am 04.02.11

Quelle: Altmeyer P. : Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer (1997); Braun-Falco O.: Dermatologie und Venerologie. Springer (1996)/ Müller M.: Chirurgie. Medizinische Verlags- und Informationsdienste (2006/07)

 
 
 

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