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Was ist Dengue-Fieber?

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Das Dengue-Fieber ist eine hochfieberhafte Viruserkrankung. Die Viren werden durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Hauptverbreitungsgebiete sind die Tropen und Subtropen. Die Erkrankung kommt jedoch auch in anderen Regionen vor und betrifft jährlich rund 50 Millionen Menschen. 

In Deutschland tritt die Erkrankung in erster Linie bei Reisenden auf, die vor allem in Südostasien oder Süd- bzw. Zentralamerika unterwegs waren. Typische Ansteckungsländer sind beispielsweise Thailand, Indien, Indonesien oder Brasilien. Daneben könnten die Erreger des Dengue-Fiebers mittlerweile, allerdings deutlich seltener, auch im südlichen Europa über Mückenstiche in den menschlichen Körper gelangen. So ließ sich die Infektion bei Reisenden im südlichen Frankreich und in Kroatien nachweisen.

 

Gegenwärtig schätzen Experten, dass etwa 10 von 100.000 Touristen Dengue-Fieber bekommen. Dabei nimmt die Zahl der Erkrankungen offenbar stetig zu. So erkrankten hierzulande 2009 fast 300 Personen, während es 2010 über 380 waren. Allerdings vermuten die Fachleute, dass einige Fälle nicht erkannt werden, sodass das Dengue-Fieber häufiger auftreten könnte. Insgesamt gilt das Dengue-Fieber als die häufigste Viruskrankheit, die Reisende aus den Tropen mitbringen.

 

Wie kann man Dengue-Fieber bekommen?

Sogenannte Dengue-Viren (DENV) verursachen das Dengue-Fieber, von denen vier unterschiedliche Arten (Untergruppen beziehungsweise Serotypen) bekannt sind. Die Viren können in den menschlichen Körper über Stiche bestimmter Mücken gelangen. Diese Stechmücken (Moskitos) gibt es sowohl in städtischen wie auch ländlichen Bereichen. Sie sind vor allem tagsüber und in der Dämmerung aktiv. Selbst kleinste Wasseransammlungen reichen ihnen als Brutplatz aus, wobei hohe Temperaturen zu einer starken und schnellen Vermehrung führen.

 

Besonders Kinder und Jugendliche in sogenannten Endemiegebieten, das sind Gebiete, in denen das Dengue-Fieber beheimatet ist, erkranken oft schwer, wenn sie sich erneut mit einer anderen Art des Dengue-Virus anstecken.

 

Europäer infizieren sich meist bei einem Urlaubsaufenthalt in entsprechenden Gebieten. Die blutsaugenden Mücken beherbergen die Krankheitserreger, die beim Stich in den menschlichen Körper gelangen und sich dort vermehren. Nach drei bis 14 Tagen kann es zum Ausbruch der Erkrankung kommen.

 

Dabei sind verschiedene Verlaufsformen möglich, die von milden Beschwerden über den klassischen Verlauf bis hin zu lebensbedrohlichen Krankheitsbildern reichen.

 

Welche Symptome treten bei Dengue-Fieber auf?

Das klassische Dengue-Fieber kann mit grippeähnlichen Beschwerden und einem plötzlichen Fieberanstieg bis zu 40 Grad Celsius beginnen. Das Fieber geht oft mit Schüttelfrost sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen einher, auch eine Bindehautentzündung ist möglich. Nicht selten hält das Fieber für zwei bis vier Tage an, dabei lässt sich mitunter ein langsamer Puls tasten. Daneben sind Hautausschläge, Milz- und Lymphknotenschwellungen mögliche Symptome.

 

Nach einem Fieberrückgang kann die Temperatur erneut nach ein bis zwei Tagen ansteigen, dann kommt oft ein grobflächiger Hautausschlag hinzu, der unter Umständen den gesamten Körper, aber nicht das Gesicht, betrifft. Weiterhin sind kleine Einblutungen in Haut und Schleimhaut möglich. Nicht selten dauert die anschließende Erholungsphase lange und kann mehrere Wochen betragen.

 

Bei einem milden Verlauf des Dengue-Fiebers treten ähnliche Symptome auf, nur sind sie deutlich schwächer. Insgesamt hält die Erkrankung dann nicht länger als drei Tage an.

Autor: Dr. med. Karl Addicks; Simone Woytke, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 22.03.11

Quelle: CRM Handbuch zur Reisemedizinischen Beratung (Ausgabe Mai 2000); Diesfeld, H. J.: Praktische Reise- und Tropenmedizin. Thieme (1997)/ www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Gesundheitsdienst/download/DenguefieberMerkblatt.pdf ; Robert-Koch-Institut/Infektionskrankheiten A-Z Stand 24.04.2007; Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2006);Dengue-Fieber. In: Niedrig, M. et al.: Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten. Berlin: Robert Koch-Institut, 2006, S. 12-13. www.rki.de/cln_160/nn_467466/DE/Content/InfAZ/Steckbriefe/Steckbriefe__120606,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Steckbriefe_120606.pdf;Schmidt-Chanasit, J. et al.: Dengue virus infection in a traveller returning from Croatia to Germany. Euro Surveill.2010;15:19677. www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=19677;Zur Situation bei wichtigen Infektionskrankheiten in Deutschland. Reiseassoziierte Infektionskrankheiten2009. In:Robert Koch-Institut: EpidemiologischesBulletinNr.38, 27.09.2010,S.385. www.rki.de/cln_160/nn_467466/DE/ Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2010/38__10 (Stand 18.01.2011),Auswärtiges Amt - Gesundheitsdienst: Merkblatt für Reisende und Beschäftigte: Dengue-Fieber. www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/ contentblob/333304/ publicationFile/3269/ DenguefieberMerkblatt.pdf (Stand 18.01.2011)

 
 
 

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