Als Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bezeichnet man Gesundheitsstörungen, bei der die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind.
Diabetes mellitus (aus dem Griechischen: Honigsüßer Durchfluss) ist eine Stoffwechselerkrankung mit unterschiedlichen Ursachen. Bei Diabetes ist aufgrund der gestörten Aufnahme von Glukose (Zucker) in die Körperzellen der Blutzuckerspiegel zu hoch. Dieser beträgt normalerweise im Nüchternzustand weniger als 100 mg/dl und steigt nach dem Essen auf höchstens 140 mg/dl an. Blutwerte darüber deuten darauf hin, dass der Zucker nicht in ausreichendem Maße in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Ein zu spät erkannter oder unzureichend eingestellter Diabetes ist grundsätzlich mit dem Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden.
Der Typ-1-Diabetes ist durch einen Verlust der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse bedingt. Die Folge: Dem Körper steht nur noch wenig bis gar kein eigenes Insulin zur Verfügung.
Der Typ-2-Diabetes hat ganz andere Ursachen. Hier produziert der Körper zumindest in der Anfangsphase noch viel Insulin. Allerdings ist die Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon herabgesetzt, man spricht von einer Insulinresistenz. Die Folge: Das lebenswichtige Insulin reicht nicht mehr aus, um den erhöhten Bedarf zu decken. Es liegt also ein relativer Insulinmangel vor.
Autor: Dr. Lütke, Dr. Neufang-Sahr, G. Erdmann, Prof. Scherbaum, erstellt am 21.11.07; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 06.10.11
Quelle: Diabetes-Leitlinien der DDG, International Diabetes Federation; W. Kerner, J. Brückel, B. O. Böhm: Evidenzbasierte Leitlinie DDG: Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus, http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/mitteilungen/leitlinien/EBL_Klassifikation_Update_2004.pdf