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Arzt mit Stethoskop am Telefon

EHEC

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EHEC ist ein Darmbakterium. Es kann beim Menschen blutige Durchfallerkrankungen auslösen. Mit EHEC infizierte Personen können das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) entwickeln. Dieses ist die schlimmste Form einer EHEC-Infektion, die unter anderem zu Nierenversagen führen kann.

Wie wird EHEC übertragen?

EHEC-Infektionen können auf vielfältige Art und Weise erfolgen. Dabei handelt es sich stets um die unbeabsichtigte orale Aufnahme von Fäkalspuren, wie zum Beispiel bei Kontakt zu Wiederkäuern oder beim Verzehr belasteter Lebensmittel. Durch belastetes Wasser können EHEC-Keime ebenfalls übertragen werden, zum Beispiel beim Baden. Auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) ein bedeutender Übertragungsweg. Besonders in den Sommer- und Herbstmonaten ist die Infektionsgefahr erhöht.

 

Die Erreger der EHEC-Infektion sind besondere Stämme der Escherichia Coli-Bakterien. Sie leben vor allem im Darm von Rindern. Aber auch andere Tiere wie Hühner, Kaninchen oder Schweine können mit ihnen infiziert sein.

 

Seit 1983 werden zunehmend Ausbrüche und sporadische Erkrankungen registriert, erstmals in den USA, wo sich als Ursache ungenügend erhitzte Hamburger einer Fast-Food-Kette herausstellten. In Deutschland wurde EHEC erstmals 1985 nachgewiesen.

 

Wie lange ist EHEC ansteckend?

Eine Ansteckungsgefahr besteht, solange EHEC-Bakterien im Stuhl der Betroffenen nachgewiesen werden. Dies variiert deutlich von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Infizierte können die Erreger noch fünf bis 20 Tage ausscheiden, manche - auch ohne Symptome - bis zu drei Monaten.

 

Symptome

Die Mehrzahl der Erkrankungen tritt zunächst als unblutiger, meistens wässriger Durchfall in Erscheinung. Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen. Personen mit blutigem Durchfall sollten umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen

 

Achten Sie bei der Verarbeitung von Lebensmitteln auf Küchenhygiene:

  • Gemüse sollte gründlich gewaschen werden. Eine sichere Abtötung von EHEC erfolgt jedoch nur, wenn das Gemüse ausreichend erhitzt wird. Voraussetzung ist, dass für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70 Grad im Kern des Lebensmittels erreicht wird.
  • Fleisch gut durchgaren.
  • Fleisch sollte zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen möglichst nicht zeitgleich mit anderen Lebensmitteln zubereitet werden. Auf keinen Fall sollten dieselben Arbeitsgeräte und Arbeitsflächen benutzt werden, ohne diese vorher gründlich zu reinigen.
  • Reinigen Sie Küchengeräte, mit denen Gemüse oder Fleisch zerkleinert wurde, sorgfältig - am besten in der Spülmaschine. Auch die Küchenarbeitsfläche sollte regelmäßig gesäubert werden.
  • Die Hände sollten zwischenzeitlich ebenfalls gewaschen werden.
  • Milch sollte nicht in rohem Zustand, sondern nur nach Wärmebehandlung verzehrt werden.

     

Erhitzen tötet die Bakterien zuverlässig ab, Lagern im Kühlschrank dagegen kann ihnen nichts anhaben. Selbst das Gefrierfach überleben die Keime über neun Monate.

 

Maßnahmen, um eine Übertragung von Mensch zu Mensch zu vermeiden

 

Hände waschen

Die Hände kommen oft als erstes mit Bakterien in Berührung. Mit ihnen begrüßen wir andere Menschen, betätigen Fahrstuhlknöpfe und befördern im Supermarkt ausgewählte Lebensmittel in unseren Einkaufskorb. Wer keine Gelegenheit zum Händewaschen auslässt und die Hände jeweils ungefähr zehn bis 15 Sekunden einseift, hält sich die ungesunden Keime im wahrsten Sinne des Wortes vom Leib. Nach dem Waschen die Hände sorgfältig abspülen und abtrocknen - am besten mit einem Einmalhandtuch. Dennoch gilt: Generell möglichst nicht ins Gesicht fassen, da die Erreger leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können.

 

Während der Erkrankungsdauer ist eine regelmäßige Desinfektion von Handkontaktflächen (Gegenstände, Flächen, Sanitäranlagen) durchzuführen, die mit infektiösen Ausscheidungen des Kranken in Berührung gekommen sind oder sein könnten.

 

Kinder

Achten Sie besonders in Streichelzoos oder auf Bauernhöfen auf Maßnahmen zur Vermeidung von EHEC-Infektionen. Nach einem Tier- oder Bodenkontakt ist gründliches Händewaschen mit warmen Wasser und Seife besonders wichtig. Die Finger sollten nicht ungewaschen in den Mund gesteckt werden.

erstellt am 24.05.11; zuletzt aktualisiert am 21.07.11

Quelle: RKI, BfR

 
 
 

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