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Was ist eine Erkältung und wie kommt es dazu?

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Unter einer Erkältung versteht man eine durch Viren verursachte Infektion von Nase und Rachen, das heißt der oberen Atemwege. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen in der Atemluft, zum Beispiel wenn Erkältete husten, und durch Berührung, etwa von gemeinsam benutzten Gegenständen wie Telefonen.

Dabei können bereits kleinste Flüssigkeitsmengen eine für die Infektion ausreichend hohe Menge an Erkältungsviren enthalten.

 

Sind Kinder häufiger erkältet als Erwachsene?

Bis zum Eintritt in das Schulalter sind pro Kind im Jahr etwa bis zu acht Erkältungskrankheiten durchaus normal, die jedoch nicht immer einen schweren, fieberhaften Verlauf haben müssen. Die Zahl der Infekte nimmt dann in den Folgejahren ab. Ab dem zwölften Lebensjahr treten durchschnittlich nur noch ungefähr zwei bis vier solcher Infektionen jährlich auf.

 

Erst zu diesem Zeitpunkt hat sich das Immunsystem der kleinen Patienten aufgrund vorangegangener Infekte in der Regel ausreichend entwickelt, um Erreger erfolgreich zu bekämpfen. Eine weitere Ursache für die häufigen Erkältungskrankheiten im Kindesalter ist der enge Kontakt zwischen Kindern, beispielsweise in Kindergärten oder Schulen, wodurch sie sich leicht gegenseitig anstecken können.

 

Wie bemerkt man eine Erkältung?

Typischerweise treten zunächst unspezifische Allgemeinbeschwerden auf. Kleinkinder sind oft müde und quengelig.

 

Ältere Kinder geben zumeist eindeutige Symptome an wie Hals-, Kopf- oder Muskelschmerzen. Neben Husten, Schnupfen und Heiserkeit können Übelkeit, Appetitlosigkeit und Trinkschwäche sowie Blässe, Abgeschlagenheit und Luftnot auftreten. Ein geröteter Hals, eventuell mit entzündlich vergrößerten Gaumenmandeln, verursacht oft unangenehme Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Bei Kindern kann auch Fieber bis etwa 39 Grad Celsius hinzukommen.

 

Welche Gefahren birgt eine Erkältung für Kinder?

In den meisten Fällen verlaufen Erkältungskrankheiten bei Kindern ohne Komplikationen. Schwerere Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Lungenentzündungen, eitrige Mandelentzündungen, Entzündungen des Mittelohres oder der Nasen- beziehungsweise Stirnnebenhöhlen sind selten.

Verschlechtert sich das Allgemeinbefinden stark oder treten plötzliche Veränderungen wie zum Beispiel Nackensteife, Sehverschlechterung oder Lähmungen ein, kann dies für eine Hirn- oder Hirnhautentzündung (Enzephalitis, Meningitis) sprechen. In diesem Fall ist sofortige ärztliche Hilfe gefragt, die Behandlung sollte möglichst unverzüglich beginnen.

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Autor: Dr. med. Martina Waitz; Janna Christoffers, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 02.03.11

Quelle: Consilium infectiorum: Das infektanfällige Kind in der Praxis (Heft 3 2000); Lentze, M.J.: Pädiatrie. Grundlagen und Praxis. Springer (2003)/ Kinder- und Jugendärzte im Netz: Krankheiten A-Z: Erkältung (Grippaler Infekt) (http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/krankheit/show.php3?id=13&nodeid=59#); Simasek M. und Blandino D.A.: Treatment of the common cold. American Family Physician, 2007; 75: 515-520; Vorwick, L. J.; Zieve, D. (MedlinePlus encyclopedia): Common cold. Januar 2010. http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000678.htm (Stand 01.03.2011); MayoClinic.com: Common Cold. Februar 2011. URL: http://www.mayoclinic.com/print/common-cold/DS00056/METHOD=print&DSECTION=all (Stand 01.03.2011); National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID): Common cold. Februar 2011. URL: http://www.niaid.nih.gov/topics/commonCold/Pages/default.aspx (Stand 01.03.2011)

 
 
 

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