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Was sind hämorrhagische Fieberkrankheiten?

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Hämorrhagische Fiebererkrankungen sind Infektionskrankheiten, denen in der Regel eine Ansteckung mit Viren zugrunde liegt und Blutungen hervorrufen können, wobei die Blutungen nicht zwangsläufig auftreten müssen

Die Übertragung der Viren auf den Menschen erfolgt oft durch Tiere. Von besonderer Bedeutung sind hierbei Arthropoden (Insekten und Spinnentiere) und Nagetiere, selten sind Großsäugetiere die Überträger. Daneben kann man sich auch bei Erkrankten direkt anstecken, so zum Beispiel durch Kontakt mit Blut oder Ausscheidungen von Infizierten etwa beim Ebola-Fieber.

 

Zu den hämorrhagischen Fiebererkrankungen zählen beispielsweise:

 

  • Dengue-Fieber
  • Chikungunya-Fieber
  • Rift-Tal-Fieber
  • Krim-Kongo-Fieber
  • Hämorrhagisches Omsk-Fieber
  • Gelbfieber
  • Lassa-Fieber
  • Hanta-Fieber
  • Ebola-Fieber
  • Marburg-Fieber

 

Hämorrhagische Fieberkrankheiten kommen in den westlichen Industriestaaten eher selten vor, deutlich häufiger treten sie in tropischen und subtropischen Gebieten auf. Erkranken Menschen hierzulande, handelt es sich meistens um Reisende in den entsprechenden Gebieten.

 

Wie werden diese Erkrankungen übertragen?

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Wege sich mit den Erregern der hämorrhagischen Fieberkrankheiten anzustecken. Ein möglicher Übertragungsweg ist der direkte Kontakt mit erkrankten Personen oder Tieren, zum Beispiel über Körperflüssigkeiten oder Exkremente. Manche Erreger gelangen über Insektenstiche in den menschlichen Körper. Wie im Einzelnen die Übertragung erfolgt, hängt vom Keim beziehungsweise der Krankheit ab, so zum Beispiel beim:

 

  • hämorrhagischen Dengue-Fieber durch Stechmücken
  • Chikungunya-Fieber durch Stechmücken
  • Rift-Tal-Fieber durch Stechmücken, Großsäugetiere etwa Rinder oder Schafe und eventuell durch infizierte Menschen beispielsweise beim Husten und Niesen (Tröpfcheninfektion Glossar-Symbol)
  • Krim-Kongo-Fieber durch Zecken, Großsäugetiere etwa Ziegen oder Kamele sowie Kontakt mit Blut infizierter Menschen
  • hämorrhagischen Omsk-Fieber durch Zecken und Nagetiere
  • Gelbfieber durch Stechmücken
  • Lassa-Fieber durch Exkremente und Blut infizierter Nager sowie direkten Kontakt mit infizierten Menschen (Blut, Speichel oder Erbrochenes)
  • Hanta-Fieber durch Nagetiere
  • Ebola- und Marburg-Fieber durch engen Kontakt mit erkrankten Menschen

Autor: Dr. med. Karl Addicks; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 08.03.11

Quelle: Lang: Tropenmedizin in Klinik und Praxis. Thieme, 2000; Kretschmer/Kusch/Scherbaum: Reisemedizin. Urban & Fischer, 1999 / Schmitz H:. Vorgehen bei Verdacht auf virale hämorrhagische Fieber. Deutsches Ärzteblatt 98, Ausgabe 41, 20012001; 98; Robert- Koch- Institut (www.rki.de); Bundesamt für Gesundheit (BAG, Schweiz): Was sind Virale Hämorrhagische Fieber? Juni 2008. www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01111/index.html?lang=de (Stand 08.03.2011); Falldefinitionen des Robert Koch-Instituts zur Übermittlung von Erkrankungs- oder Todesfällen und Nachweisen von Krankheitserregern. Ausgabe 2007. www.rki.de/cln_178/nn_504682/DE/Content/Infekt/IfSG/Falldefinition/ Falldefinition,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Falldefinition.pdf (Stand 08.03.2011); Niedrig, M. et al.: Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten. Berlin: Robert Koch-Institut, 2006. URL: http://www.rki.de/cln_160/nn_467466/DE/Content/InfAZ/Steckbriefe/Steckbriefe__120606,templateId=raw, property=publicationFile.pdf/Steckbriefe_120606.pdf (Stand 08.03.2011)

 
 
 

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