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Was versteht man unter FSME?

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FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer entzündlichen Erkrankung des Gehirns beziehungsweise der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Das FSME-Virus gehört zu den sogenannten Flaviviren und wird durch Schildzecken übertragen. Beim Biss der Zecke kann das Virus in den menschlichen Blutkreislauf gelangen und eine Infektion auslösen.

FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Diese ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns beziehungsweise der Hirnhäute. Zecken übertragen das FSME-Virus, das die Krankheit auslöst.

 

Beim Biss der Zecke kann das Virus in den menschlichen Blutkreislauf gelangen und eine Infektion verursachen. Aber nicht alle Zecken tragen das Virus in sich: Es gibt Endemiegebiete, also Gegenden, in denen infizierte Zecken und die Erkrankung gehäuft auftreten. In Deutschland sind dies nach dem derzeitigen Kenntnisstand:

 

  • Baden-Württemberg,

  • Bayern,

  • das südliche Hessen (Odenwald),

  • einzelne Landkreise in Thüringen sowie

  • der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz.

 

In den ausgewiesenen Risikogebieten in Deutschland sind 0,1 bis fünf Prozent der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert, in einigen Gegenden also jede zwanzigste Zecke. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein traten in den vergangenen Jahren nur vereinzelt Fälle von FSME auf, die auf Zeckenbisse in diesen Regionen zurückzuführen waren. Weitere FSME-Endemiegebiete in Europa finden sich in Österreich, Südschweden, Finnland, Polen, der Tschechischen und der Slowakischen Republik, den baltischen Staaten, Russland, Ungarn, Slowenien, Albanien und Kroatien.

 

FSME-Infektionen werden vor allem im Frühjahr und im Frühsommer beobachtet, was der Krankheit auch den Namen gab. Aber auch im Herbst und bei warmer Witterung selbst im Winter ist eine Infektion noch möglich. 

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Autor: Dr. med. Martina Waitz; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dipl.-Chemikerin Claudia Urban, Medizin- und Wissenschaftsjournalistin (MA) am 23.03.11

Quelle: Gleixner, C.: Neurologie und Psychiatrie. Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 2000/2001; Hellenbrand, W.; Poggensee, G.: Zecken auf dem Vormarsch. Borreliose und FSME im Gepäck. In: Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern (7) 2007, S. 237-242, Berliner Ärzte (5) 2007. URL: http://www.aek-mv.de/editor/aerzteblatt/upload/abaktuell.pdf;Klingelhöfer, J.: Klinikleitfaden Neurologie/Psychiatrie, Urban und Fischer, 2001; Robert-Koch-Institut (Juni 2007): Informationsseite zum Thema FSME. URL: http://www.rki.de/cln_048/nn_196658/DE/Content/InfAZ/F/FSME/Fruehsommer-Meningoenzephalitis.html Robert Koch-Institut (April 2010): Epidemiologisches Bulletin 17/2010. FSME: Risikogebiete in Deutschland. URL: http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/rehr6h5QHCcLQ/PDF/25XxdwiFheB06.pdf (Stand 23.03.2011); Robert Koch-Institut (30.11.2009): Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) - RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte. URL: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__FSME.html (Stand 23.03.2011)

 
 
 

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